Herröder vereinigt Schach-Vereine anno 1975

Foto: WR

Hohenlimburg..  Natürlich ist das wichtigste in seinem Leben die Familie, aber den Schach-Sport in Hohenlimburg hat er auch geprägt. Peter Herröder, Vorsitzender, Spieler und Trainer des SV Turm Hohenlimburg, feiert am heutigen Dienstag seinen 70. Geburtstag.

45 Jahre wohnt Peter Herröder bereits in Hohenlimburg. Der aus Witten-Annen stammende Neu-Siebziger findet bereits in jungen Jahren den Kontakt zum Schach. 14 Jahre ist er zur See gefahren. „Da war Schach immer ein schöner Ausgleich zum Feierabend“, erzählt Peter Herröder. Beruflich schult er auf Betriebsinformatiker um und übt diesen Beruf in einem Stahlwerk bis zu seinem Ruhestand aus.

Bald ist ihm Schach zu Hause zu wenig. Er lernt Manfred Schaffert kennen, der ihn nach Hohenlimburg vermittelt. Dort spielt Peter Herröder in der Verbandsliga.

Turnier im Hotel Grass

Es dauert nicht lange, bis sich Peter Herröder auch nicht zu schade ist, Verantwortung zu übernehmen. 1975 übernimmt er den Vorsitz, den er bis heute – mit Unterbrechung – inne hat. „Damals habe ich die beiden Hohenlimburger Schachvereine zusammengeführt“, sagt er. Es gibt damals nämlich zwei Schachvereine in Hohenlimburg – den SC Turm 65 und die Schach-Vereinigung 26. Daraus wird der SV Turm 26 Hohenlimburg. Mit einem großen Turnier im Hotel Grass feiert der SV Turm 1976 sein 50-jähriges Bestehen.

In der Folgezeit gibt er die Vorstandsarbeit zunächst in andere Hände, aber zum 75-jährigen Bestehen des SV Turm übernimmt Peter Herröder den Vorsitz erneut. Das Jubiläum wird wieder mit einem großen Schachturnier gefeiert, diesmal in der Realschule. Spieler aus ganz Deutschland nehmen teil.

Die Jugendarbeit liegt Peter Herröder sehr am Herzen. So tummeln sich zu Spitzenzeiten zwischen 60 und 70 Kinder im Martin-Luther Haus.

Schach ist nicht das einzige Hobby von Peter Herröder. Malen sowie Basteln von historischen Schiffen zählen ebenfalls zu seinen Leidenschaften. Regelmäßig verfolgt er die Fußball-Bundesliga. „Ich bin schwarz-gelb, freue mich aber auch, wenn blau-weiß gewinnt. Ich unterstütze alle Vereine im Revier“, sagt Peter Herröder.

43 Jahre ist Peter Herröder mit seiner Frau Antonie verheiratet, hat vier Kinder und sieben Enkelkinder. Im kleinen Familienkreis wird heute gefeiert.

Für die Zukunft wünscht sich Herröder, dass alle in seiner Familie gesund bleiben. „Es soll alles so bleiben, wie es jetzt ist. Es läuft nämlich gut.“

Krise überwunden

Der SV Turm Hohenlimburg hat eine schwere Krise überwunden. „Ich möchte mich bei allen, die dabei geholfen haben, herzlich bedanken“, so Peter Herröder. Die „Türme“ stehen wieder auf stabilen Füßen. „Dann wünsche ich mir, dass die Jugend wieder weiter nach vorne kommt und die erste Mannschaft den Wiederaufstieg schafft.“

 
 

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