Hasper SV sagt Fusionsgespräche ab

Foto: WP

Hagen..  Wie geht es weiter bei Fußball-Landesligist Hasper SV, nachdem sich eine klar Mehrheit der Mitglieder gegen eine Fusion mit dem SSV Hagen ausgesprochen hat? Dem SSV-Vorstand jedenfalls, mit dem sich die Hasper Klubverantwortlichen zuletzt an jedem Montag getroffen hatten, hat Klubchef Harald Kröner am Morgen darauf abgesagt. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir bei einer Jahreshauptversammlung so viele Mitglieder überzeugen könnten, dass wir plötzlich eine Dreiviertel-Mehrheit für eine Fusion bekämen“, sagte Kröner. Enttäuscht sei er vor allem darüber, dass die Mehrheit gegen einen Zusammenschluss so deutlich gewesen sei.

Am Montag will sich der HSV-Vorstand nun treffen, die außerordentliche Mitgliederversammlung vom Donnerstag analysieren und die bevorstehende Jahreshauptversammlung planen. „Die Mitglieder haben gesagt, sie wollen allein bleiben, dann müssen sie uns auch mehr helfen. Das werden wir einfordern“, machte Kröner deutlich, erste Ansätze habe es nach der Sitzung gegeben. „Aber das muss nun konkret werden“, sagte er, „wenn das nicht geschieht, ist nicht ausgeschlossen, dass nicht mehr alle Vorstandsmitglieder antreten.“ Die Vorbereitungen für die Saison 2015/16 starten parallel, am nächsten Mittwoch nimmt Trainer Werner Boss mit der Mannschaft das Training auf. Der Coach hatte die Mitgliederversammlung beendet mit der Frage: „Wie komme ich denn jetzt zum ersten Auswärtsspiel, muss ich zu Fuß gehen?“ Denn Thema war dort auch gewesen, dass nach der Umgruppierung des HSV in die Sauerland-Staffel mit ihren weiten Fahrten die Organisation der Auswärtsreisen zum personellen und finanziellen Problem werde.

Ausdrücklich bedauert hat der SSV-Vorsitzende Ömür Turhan das Hasper Nein. „Ich finde das schade, das wäre ein gutes Projekt für den Hagener Fußball gewesen“, sagte er, beide Vorstände hätten im Vorfeld gut zusammengearbeitet. „Die Nicht-Fusion trifft den HSV mehr als uns“, ist Turhan überzeugt: „Wir sind immer zweigleisig gefahren und haben unsere Pläne, auch alleine erfolgreich in höhere Ligen zu kommen. Auch wenn es so vielleicht länger dauert.“

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel