Esterkamp statt White in Würzburg

Anfang Dezember wurde der Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg bestraft. Mit dem Abzug von zwei Punkten und einer Geldbuße von 40 000 Euro. Grund war ein „Verstoß gegen die Mitteilungspflicht“, was bedeutet, dass die Mainfranken die Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse der Liga (BBL) gegenüber verschwiegen hatten. Der Schuldenstand nach dem abgelaufenen Geschäftsjahr (30. Juni 2013) wurde mit 835 000 Euro beziffert.

Inzwischen ist der Heimatverein von Dirk Nowitzki offenbar aus dem Gröbsten heraus. Im November wurde mit Stefan Koch ein neuer arrivierter Trainer verpflichtet, jetzt werden die Würzburger auch auf dem Spielermarkt aktiv. Gestern gab der Tabellen-15. die Verpflichtung von Steven Esterkamp bekannt. Der 32-jährige US-Flügel, seit 2004 in Deutschland und zuletzt für Neuling Rasta Vechta auf Korbjagd, unterschrieb zunächst einen Vertrag für sechs Wochen. Bereits heute im Frankenderby gegen Meister Brose Baskets Bamberg darf er für die Würzburger spielen.

Wie es aussieht, war Esterkamp aber nur zweite Wahl. Nach Auskunft von Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann boten die Mainfranken auch um Davin White mit. Der Namensgeber und Hauptsponsor des Vereins hat durch deutlich gesteigertes Engagement die wirtschaftliche Lage der Würzburger offenbar so verbessert, dass der Klub an interessante Spieler herantreten kann. Im Fall White war das Werben vergebens. Wie berichtet, zog der Topscorer von Phoenix Hagen und der gesamten Bundesliga der vergangenen Saison ein Engagement in Israel vor. Wenn schon nicht nach Hagen zurück, dann wenigstens auch nicht zu einem Bundesliga-Konkurrenten - dass er es so sieht, daraus macht Oliver Herkelmann kein Hehl. Rainer Hofeditz

 
 

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