Elfer nach 2:0-Sieg gegen Ennepetal im Halbfinale

Hermann Jamnig

Hagen. Freud und Leid liegen im Pokal meist eng beisammen. Während Fußball-Landesligist SpVg Hagen 11 nach einem 2:0 (1:0)-Sieg gegen den Westfalenligisten TuS Ennepetal gestern Abend das Erreichen des Halbfinales bejubelte, trauerte Bezirksligist TSG Herdecke, der eine 2:0-Führung binnen zehn Minuten noch aus der Hand gab und dem Ligarivalen FSV Gevelsberg 2:3 unterlag.

SpVg Hagen 11 - TuS Ennepetal 2:0 (1:0). Gegen die mit der mit vier Spielern aus dem Westfalenliga-Kader verstärkten Reserve angetretenen Gäste warfen die Elfer ihre Kampfkraft in die Waagschale. Auf Seiten der Gastgeber vertändelte Adrian Giemsa zwei Mal, aber mit dem Pausenpfiff war Hussein Ballout per direkt verwandelten Freistoß zum 1:0 erfolgreich.

Als Norbert Makowski kurz nach dem Wechsel nach einer schönen Kombination auf 2:0 erhöht hatte, zogen sich die Hausherren in die Deckung zurück. Sie ließen bis zum Ende nichts mehr abbrennen und droschen den Ball im Notfall auch einmal humorlos auf die angrenzende Pferdekoppel. Ein Mal hatten die Gäste noch die Chance heranzukommen. Aber Serdar Demirel scheiterte mit einem von Dennis Schulz verursachten Handelfmeter an Elfer-Keeper Michel Klose. „Aufgrund der kämpferischen Überlegenheit und Einstellung verdient“, beurteilte Elfer-Coach Frank Hintzke den Sieg seiner Schützlinge. Das bestätigte auch der Sportliche Leiter der Gäste, Thomas Riedel. „Wir waren nicht so robust wie die Elfer. Angesichts dieses Platzes haben auch wir alles richtig gemacht, als wir die Erste zu Hause gelassen haben.“

SpVg. Hagen 11: Klose; Wittenstein, Tursi, Ballout, Hintzke (71. Özdemir), Rrusta, Schulz, Giemsa (76. Winkler), Mecal, Nezir, Makowski (60. Wilke).

TSG ausgekontert

TSG Herdecke - FSV Gevelsberg 1:0 (2:3). „Nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft hat heute gewonnen“, haderte TSG-Trainer Frank Henes. Mit 2:0 hatte sein Team nach Toren von Jan Christoph Bednarczyk (14., 53.) vorne gelegen. Doch zwischen der 73. und 83. Minute drehten die Gäste das Spiel. Zwei Mal liefen die Herdecker in Konter, das dritte Tor des FSV war ein Glücksschuss aus 25 Metern in den Winkel. „Am Sonntag ein Sieg in Geisecke, das wäre viel wichtiger“, hakte Henes das Spiel schnell ab.

TSG Herdecke: Beinsen; Drevermann (86. Camara), Blümer, Bednarczyk, Zimmer, Schneider, Kolodziej (56. Rummenohl), Hölterhoff (67. Salkanovoc), Yildirim, Meckler, Bruch.