Ein fast perfekter Saisonabschluss für die BG

Hagen..  Als Kosta Filippou die Spielstatistik vor sich hinlegte und ein wenig die Zahlen studierte, grinste er zufrieden. Gegen die Telekom Baskets Bonn II verloren? 103 Punkte kassiert? Am Freitagabend war es ihm nach dem letzten Saisonspiel in der 1. Basketball-Regionalliga egal. Denn seine BG Hagen hat in der Otto-Densch-Halle vor 250 Zuschauern trotz arger personeller Probleme noch mal eine gute Leistung gezeigt, den Zuschauern Spannung und einige Höhepunkte geboten. Dass die Partie nach Verlängerung mit 94:103 (90:90, 44:50) verloren ging, wertete der Coach nur als einen Schönheitsfehler.

„Am Ende haben uns die Kräfte gefehlt, das hat man gesehen. Dass wir nur zwölf Freiwürfe bekommen haben und Bonn 41, hat uns zudem nicht geholfen“, sagte Filippou. „Wichtig war, dass wir noch mal richtig gekämpft, auch wenn wir den Fans gerne noch einen Sieg zum Abschluss geschenkt hätten“, fand BG-Kapitän Dennis Shirvan.

Der Aufbauspieler war am Ende ziemlich platt, stand er doch in einer intensiven Partie 38 Minuten auf dem Feld. Bei Vytautas Nedzinskas waren es sogar 41, Marcus Ligons kam auf fast 43 Minuten. „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Nicht nur in diesem Spiel hat sie alles gegeben“, lobte Filippou. Die BG war dezimiert, hat aber dennoch selbstbewusst und kämpferisch gut agiert - die Partie gegen Bonn hat die letzten Wochen, auf denen die „Eilper“ auf dem Zahnfleisch gehen mussten, gut widergespiegelt.

Dennoch war man vom Sieg nicht weit entfernt. Im letzten Abschnitt mobilisierten die Gastgeber noch mal ihre Kräfte und starteten ein Comeback, nachdem Bonn bereits zweistellig vorne lag. Die Aufholjagd wurde von einem Dreier des überragenden Nedzinsksas zum 84:84-Ausgleich (37.) gekrönt, Thorben Paulsen brachte einen Angriff später die 87:86-Führung. Und setzte danach furios einen weiteren Distanzwurf hinterher (90:86/39.). Das Momentum hatten nun die Hausherren, doch der Gast aus dem Rheinland hatte mehr „Power“. Und versenkte im Gegensatz zur BG auch seine einfachen Würfe in Korbnähe. Somit ging es in die Verlängerung, wo Bonn gerade dank Überlegenheit am Korb souveräner spielte. „Bonn hat seine starke Form der letzten Wochen bei uns bestätigt“, zollte Filippou Respekt.

Der Coach nahm ein letztes Mal das Blatt Papier mit dem Spielbericht in die Hand, ehe er es zusammen faltete und in die Hosentasche steckte. Er schaute zufrieden. Auf eine gute Statistik. Und auf eine gute Saison.

EURE FAVORITEN