Durchwachsenes Heimrennen

Kanu-Slalom, Deutschland- und NRW-Nachwuchscup im Wildwasserpark Hohenlimburg, Jacob van de Kerkhof
Kanu-Slalom, Deutschland- und NRW-Nachwuchscup im Wildwasserpark Hohenlimburg, Jacob van de Kerkhof
Foto: WP

Hohenlimburg..  Lobeshymnen verdiente sich einmal mehr der Kanu-Club Hohenlimburg für die Ausrichtung des Deutschland-Cups am Samstag sowie des Länderpokals am gestrigen Sonntag. Die Kanu-Slalom-Veranstaltungen zogen bei trockenem Wetter auch viele Besucher ans Lenneufer.

Eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass der kleine Kanu-Club aus Hohenlimburg derartige Veranstaltungen überhaupt stemmen kann. Gerade einmal 80 Mitglieder zählt der Verein. „Für die Tage selber brauchen wir etwa 60 Helferinnen und Helfer“, sagt KCH-Pressewart Joscha Kriegel. Alleine schafft das der KCH nicht. „Viele Verwandte, Freundinnen und Freunde von Aktiven und Funktionären helfen uns immer. Dafür sind wir dankbar.“

„Es ist sportlich alles super gelaufen“, waren sich KCH-Vorsitzender Siegfried Schulte sowie Wettkampfleiter Ralf Kriegel einig. Kritisch wurde es nach dem Autounfall am Samstagmorgen, als Öl durch die Kanalisation in die Lenne sickerte. Aber die Feuerwehr war schnell vor Ort und sicherte im Oberlauf der Lenne, dass das Öl sich nicht ausbreitete. Somit waren die Wettkämpfe nicht gefährdet.

Wespenstiche

Das deutsche Rote Kreuz meldete nur Insektenstiche, keine großen Verletzungen. Am Lenneufer haben sich nämlich Wespen „häuslich“ eingerichtet, fünf Athleten wurden gestochen. Dennoch sind die ehrenamtlichen Helfer des DRK sowie der DLRG, Ortsgruppe Hohenlimburg, bei derartigen Veranstaltungen unverzichtbar. „Bei ihnen möchte ich mich auf diesem Wege herzlich bedanken“, so Siegfried Schulte.

In bewährter Manier versorgte Eckehard Weist über die Lautsprecher an der Strecke die Zuschauer mit Informationen zu den Athleten und Platzierungen. Die Schaulustigen mussten nicht am Ufer mit den Fahrern mitlaufen, sondern konnten sich jede Fahrt auf einer Leinwand ansehen. Und wer es ganz bequem haben wollte, sah die Veranstaltung im Internet auf „kanutube.de“ – aber live vor Ort ist nun einmal nicht zu toppen.

Für die Hohenlimburger Kanuten verlief das Heimrennen eher durchwachsen. Im Nachwuchs-Cup (Einerkajak) kam Jacob van de Kerkhof nicht über Rang 15 hinaus, obwohl er eine Top-Ten-Platzierung angestrebt hat. Platz 37 belegte der erst 15-jährige Yannick Wytelus, seine Konkurrenten waren teilweise drei Jahre älter.

Beim Deutschland-Cup (Einerkajak) kam Bas Wesselink nicht über Rang 26 hinaus. Er muss sich zurzeit auf sein Studium konzentrieren. Dadurch hat das Training in jüngster Zeit gelitten.

Bei der Siegerehrungen fanden auch Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss sowie der Vizepräsident im NRW-Kanu-Verband, Thomas Hartleif, lobende Worte für den KC Hohenlimburg. „Ich hoffe, dass die nächste Veranstaltung hier auf der umgebauten Strecke stattfinden kann“, so Hermann-Josef Voss.

 
 

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