Dreier-Team übernimmt beim FC Wetter

Fußball-Bezirksliga 6: FC Wetter - TuS Wengern 1:0 (0:0).
Fußball-Bezirksliga 6: FC Wetter - TuS Wengern 1:0 (0:0).
Foto: Valentin Dornis
Nach dem Abschied des Sportlichen Leiters Achim Heinrichsmeier nach nur einem Halben Jahr im Amt beim FC Wetter übernimmt jetzt ein Dreier-Team die Aufgaben.

Wetter/Herdecke..  Während der Ball momentan ruht und die Bezirksliga-Mannschaften erst in den kommenden Tagen in die richtige Wintervorbereitung starten, wird hinter den Kulissen fleißig gebastelt. Der FC Wetter muss seinen sportlichen Leiter ersetzen. Achim Heinrichsmeier verlässt nach nur sechs Monaten den Harkortberg. Und während die TSG Herdecke mit Oliver Gottwald bereits Anfang des Jahres einen neuen Trainer verpflichtet hat, vermeldet auch der TuS Wengern Neuigkeiten: Spielertrainer Kevin Stürzekarn wird seine Mannschaft auch in die Rückrunde führen.

Eigentlich gibt es beim FC Wetter keinen Grund, etwas zu verändern. Die Mannschaft führt souverän die Tabelle der Bezirksliga sechs an – vier Punkte beträgt der Vorsprung vor der SpVg. Hagen. Trotzdem legt Achim Heinrichsmeier sein Amt als Sportlicher Leiter nach nur sechs Monaten nieder. „Er hat aus beruflichen Gründen aufgehört“, erklärt der 1. Vorsitzende des Vereins, Walter-Julius Stolte, und ergänzt: „Seine Arbeitsstelle ist in Stuttgart, das wurde zu eng.“
Nur gibt es auf dem Harkortberg weiterhin genug zu tun. Der FC Wetter möchte mit zwei neuen Torjägern in die Rückrunde starten: Jan Bednarczyk von der TSG Herdecke und Florian Juka von Westfalia Wethmar. Der 22-jährige Juka hat in der Hinrunde 13 Tore für den Spitzenreiter der Bezirksliga acht geschossen. Eine Topverpflichtung. Noch feilscht der FC allerdings um die Ablösesumme für beide Spieler. „Das ist kein Wunschkonzert“, so Stolte.“ Viel zu tun also für das neue Team, das den Sportlichen Leiter beim FC Wetter ersetzen soll. „Bastian Wiedemeyer wird eine tragende Säule sein“, erklärt der Vorsitzende. Gemeinsam mit Mathias Wiedemeyer und Fatih Esbe soll dieser die Aufgaben und die Verantwortung des Sportlichen Leiters und dabei auch gleich eine Führungsrolle übernehmen.

Zwei Trainer verschlissen

Bastian Wiedemeyer hat die Fäden auch schon in der Hand und führt die Verhandlungen mit den Vereinen der beiden Wunsch-Spieler. „Eine Einigung erzielen wir frühestens zum Stichtag 31. Januar“, schraubt er die Erwartungen zurück. „Aber so ist das nunmal im Fußballgeschäft. Da kann das Telefon klingeln und alles wird über den Haufen geworfen, oder aber die beiden Parteien halten sich zurück und warten auf den ersten Schritt des anderen, weil man möglichst wenig bezahlen will“, so Wiedemeyer weiter.

Beim TuS Wengern hat man da ganz andere Sorgen. Der Tabellenletzte hat sieben Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Der Verbleib in der Bezirksliga bleibt möglich, erfordert allerdings eine Siegesserie. Dies soll die Mannschaft weiterhin mit Kevin Stürzekarn schaffen, der im November 2014 kurzfristig zum Spielertrainer aufstieg, nachdem in der Hinrunde bereits mit Christian Tarrach und Wolfgang Degener zwei Trainer verschlissen wurden. „Wir gehen nun das Risiko ein und versuchen, mit Stürzekarn den Abstieg zu vermeiden“, erklärt Detlef Kirsch, Geschäftsführer der TuS-Fußballabteilung: „Er bekommt aber Unterstützung von weiteren Leuten.“

Kevin Stürzekarn sieht seiner ersten Vorbereitung als Trainer entspannt entgegen: „Ich bin nicht aufgeregt. Merke nur, dass viel Arbeit dahinter steckt. Das ist stressig, macht aber Spaß.“ Am ersten Februar startet der TuS in die Vorbereitung. Zunächst wird gelaufen, dann soll das Spielerische trainiert werden. „Wir müssen Punkte sammeln, um den Abstieg zu vermeiden“, so Stürzekarn. Erstmal müssen aber alle Mannschaften in der Vorbereitung Kondition aufbauen und hoffen, dass es im Februar nicht stark schneit. Denn dann wird es selbst auf dem Kunstrasen mit dem Fußballspielen schwierig.

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