Die Gerechtigkeit siegt in Hünsborn

Fußball, Landesliga: RW Hünsborn - SV Hohenlimburg 1910
Fußball, Landesliga: RW Hünsborn - SV Hohenlimburg 1910
Foto: WP
Die Gerechtigkeit hat gesiegt. Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 hat nach einer turbulenten zweiten Halbzeit mit 2:1 (0:1) bei RW Hünsborn gewonnen und damit das Tor zur Westfalenliga weit aufgemacht.

Hünsborn/Hohenlimburg.. Neun Punkte haben die „Zehner“ jetzt Vorsprung vor einem Nicht-Aufstiegsplatz, das müsste doch nun wirklich mit dem Teufel zugehen, wenn es in diesem Jahr wieder nicht klappen sollte. Vier Partien stehen für die Elf von Roland Golombeck noch aus. „Der Sieg heute war Gold wert“, sagte SV 1910-Manager Michael Stahl.

Allerdings mussten sich die „Zehner“ die drei Punkte hart erkämpfen – nicht nur gegen die Platzherren, sondern auch gegen Schiedsrichter Alessio Murrone (Lüdenscheid), der im zweiten Abschnitt die Hauptfigur darstellte.

Machte Murrone vor der Pause seine Sache noch ordentlich, glitt ihm die Partie in Halbzeit zwei völlig aus den Fugen. Er schaffte es nicht, aufkommende Härte zu unterbinden. Ein „rotwürdiges“ Foul an Benyounes Ballout hatte nur Gelb zur Folge, zweimal verwehrte er den Gästen nach Fouls an Külpmann (65.) und Schrage (82.) einen Strafstoß, Marco Grüterich flog nach einem unabsichtlichen Handspiel vom Feld (72.).

Die Krönung jedoch passierte in Minute 85, als Dogan Okumak die Kugel auf das Hünsborner Gehäuse drosch. Der Ball flog in die Maschen, aber kurz vorher – der Ball war schon längst in der Luft – pfiff der Unparteiische die Partie ab, weil ein Hünsborner Akteur auf dem Boden lag. Viel Aufregung und Hektik herrschte am und auf dem Spielfeld, nur mühsam gelang es dem Schiedsrichter-Gespann, wieder für Ruhe zu sorgen. Schließlich geht es für beide Teams um viel. Da wäre die Ansetzung eines erfahrenen Schiedsrichters wohl besser gewesen.

Die „Zehner“ waren von Beginn an präsent, nahmen früh die Zweikämpfe auf, spielten sehr offensiv und waren klar das bessere Team. Doch ähnlich wie am Vortag im Champions-Legue Finale zwischen Bayern München und FC Chelsea sorgte auch hier die schwächere Mannschaft für eine Überraschung. Nach einem unnötigen Ballverlust von Benyounes Ballout war es Mustafa Siddiq, der die Platzherren aus dem Nichts heraus in Führung brachte (38).

Aber die Golombeck-Elf war auch nach der Pause heiß, der Wille war ihnen anzusehen, endlich in der Liga für klare Verhältnisse zu sorgen. Björn Sobotzki glich nach einer Stunde aus. Trotz Unterzahl und eines schwachen Schiedsrichters drehte der SV 10 die Partie, als Dogan Okumak in der Nachspielzeit zum 2:1 traf. „Solche Siege sind wichtig für die Moral“, so SV-Kapitän Navil Abrini.

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