Der Weg in die 2. Liga ist noch weit

Badminton. Regionalliga: BC Hohenlimburg - Brühler TV
Badminton. Regionalliga: BC Hohenlimburg - Brühler TV
Foto: WP

Hohenlimburg..  Nach dem Doppelspieltag der Regionalligamannschaft des Badminton-Clubs Hohenlimburg waren Spieler und Funktionäre erschöpft, aber glücklich. Mit dem 8:0-Auftaktsieg am Samstag gegen die Gäste des Brühler TV war die Pflichtaufgabe erfüllt. Der 5:3-Sieg gegen BC Beuel II war Gold wert.

Die heimischen Cracks des BC Hohenlimburg mussten in diesem Duell alle ihre Bestleistung abrufen, um als Sieger vom Court zu gehen. „Durch die unglückliche Auftaktniederlage gegen Wipperfeld haben wir schon zwei Minuspunkte auf dem Konto. Ein Aufstieg in die 2. Bundesliga wäre bei einer Niederlage wahrscheinlich ausgeschlossen gewesen“, so Spielertrainer Hendrik Westermeyer. Die Bonner waren enorm stark besetzt. Mit einem Neuseeländer (!), einem Spanier und nicht zuletzt mit Jugendolympia-Teilnehmer Max Weißkirchen.

Mit dem ersten Herrendoppel Westermeyer/Bald hatte der Coach das richtige Los gezogen. Die beiden Hohenlimburger legten los wie die Feuerwehr und schickten die Bonner Peng/Martinez mit 21:9 und 21:8 eilig vom Platz.

Im zweiten Doppel hat die Umstellung nicht funktioniert. Fabian Stoppel und Sebastian Haardt unterlagen 9:21 und 14:21 gegen die Gäste Strödke/Weißkirchen.

Die erfahrene Miriam Mantell und Laura Riffelmann spielten das Damen-Doppel, unterlagen jedoch im dritten und entscheidenden Durchgang mit 12:21. Parallel auf dem Court durfte die derzeit bärenstarke Sarolta Röhrnbacher das Einzel spielen. Sie gewann mit ihrer wohl besten Leistung im Dress des BCH im zweiten Satz mit 21:15.

Werbung für Badminton

Was die Zuschauer beim Einzel von Hendrik Westermeyer miterleben durften, war eine Werbung für den Badmintonsport. Auf jeweils sehr hohem technischen und konditionellem Level war das nichts für Leute mit schwachen Nerven. Viele lange spannende Ballwechsel waren die Folge, die Mühe hatte sich gelohnt. Mit langen Ballwechseln und seiner tollen Technik zwang er seinen Gegner im dritten Satz mit 22:20 in die Knie. Das war der Schlüssel an diesem Tag: „Die tolle Stimmung in der Halle war heute unglaublich und für uns eine tolle Unterstützung und hat uns allen zu dieser Leistung getragen“, sagt Westermeyer. Malte Laibacher gewann sein Spiel in zwei Sätzen, Christian Bald verlor sein Einzel gegen David Peng. Das Mixed Stoppel/Riffelmann holte den entscheidenden Punkt in zwei Durchgängen (21:17,21:17).

„Es zeigt, dass unser Weg mit jungen Eigengewächsen zu spielen und nicht mit drei oder mehr ausländischen Akteuren nicht ganz falsch sein kann“, so der BCH-Vereinsvorsitzende Uwe Wolff.

„Gerade in engen Spielen zeigt sich, dass vereinseigene Spieler, ich nenne dabei gerade auch Hendrik in seinem Einzel, vielleicht das Quäntchen Energie mehr aufwenden können, als Spieler, die heute hier und morgen dort spielen“, so Wolff weiter. „Der Weg in die 2.Bundesliga ist sicher noch weit, aber wir sind wieder mittendrin bei der Vergabe.“

 

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