Der Spielberichtsbogen hat ausgedient

Otto Bless (links) und Frank Schütte am Zeitnehmertisch der HSG Hohenlimburg.
Otto Bless (links) und Frank Schütte am Zeitnehmertisch der HSG Hohenlimburg.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Das Zauberwort lautet „elektronischer Spielbericht.“ Was von der dritten bis zur Bundesliga längst praktiziert wird, hält nun auch auf westfälischer Ebene Einzug. Ab der kommenden Saison werden Handballspiele von der Landesliga an aufwärts mit moderner Technik protokolliert. Der herkömmliche Spielberichtsbogen hat ausgedient und findet künftig nur noch in den darunter liegenden Spielklassen Anwendung.

Betroffen davon sind gleich mehrere Mannschaften der HSG Hohenlimburg: Das 1. Herren-Team, das in die Verbandsliga aufgestiegen ist, die Landesliga-Damen sowie eventuell auch Jugend-Mannschaften. Deshalb werden sich gleich vier Vereinsmitglieder demnächst intensiver mit der neuen Technik befassen, weiß Stephan Niedergriese, der sich bei der HSG als Damenwart und gemeinsam mit Otto Bless als Schiedsrichterbetreuer engagiert: „In den kommenden Wochen werden Schulungen angeboten, an denen aus Hohenlimburg Frank Schütte, Ilona Pallasch, Günther Geier und ich teilnehmen.“ Genaueres über das neue System erfährt aber auch er erst bei dem Kurs.

Laptop und Drucker erforderlich

Fakt ist, dass die Vereine über Laptops mit einem aktuellen Betriebssystem (Window 7 oder höher) und einen Schwarz-Weiß-Drucker verfügen müssen. Zudem ist ein Internet-Anschluss für die zeitnahe Übermittlung der Spieldaten absolut bindend. Egal, ob Direktleitung, Drahtlosverbindnung oder WLAN-Stick – Hauptsache, es kann gesendet werden.

Das hört sich nach jeder Menge Technik und vielen Neuerungen für Zeitnehmer und Schiedsrichter an; doch Niedergriese lässt sich davon nicht Bange machen: „Ich glaube, das ist eine positive Entwicklung – vieles dürfte leichter werden. Außerdem soll das System einfach strukturiert sein.“

Aber was geschieht, wenn der Unparteiische den digitalen Spielbericht aufgrund etwaiger Fehler nicht (mit seiner PIN) unterschreiben möchte? „So etwas passiert ja nur selten und bei strittigen Entscheidungen“, sagt Niedergriese. „Ich gehe davon aus, dass man dies auch künftig korrigieren kann.“

Tatsächlich liegen die Vorteile des Systems auf der Hand. Mannschaften werden namentlich und mit Kennziffern erfasst, die aufgestellten Spieler per Mausklick in eine vorgegebene Maske gezogen, wobei auch mögliche Sperren angezeigt werden. Exakte Spielstände mit Torschützen und Zeitangaben, ja sogar Zeitstrafen und Torwartwechsel – all das beschert der elektronische Spielbericht. Und der muss spätestens eine Stunde nach der Schlusssirene online gestellt sein.

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