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Der letzte Akt einer langen Erfolgsgeschichte

15. Sterntaler-Lauf in Herdecke
Foto: Mark Sonneborn
Der 15. Sterntalerlauf in Herdecke war zugleich der letzte. 841 Sportler hatten der beliebten Laufserie ein würdiges Finale beschert
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Herdecke..  Beim letzten Sterntalerlauf lachte die Sonne den Sportlern entgegen. 841 hatten sich zur 15. und – wie es momentan scheint – auch letzten Auflage angemeldet, um für den guten Zweck an den Start zu gehen. Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster hatte sich am Sonntagvormittag die Zeit genommen, die erste Gruppe auf die Strecke zu schicken.

Nach der Statistik des Vereins haben innerhalb von 15 Jahren insgesamt 9040 Menschen an der Laufveranstaltung teilgenommen, die einst mit gerade 80 Läufern begonnen hatte. Trotz des großen Erfolges lag am Sonntag Wehmut in der Luft, denn der Sterntalervorstand musste sich schweren Herzens entschließen, mit dem 15. Lauf die Serie einzustellen. Die Vorbereitungen im Vorfeld der Veranstaltung seien vom Sterntalerteam zusätzlich zu der eigentlichen Vereinsarbeit nicht mehr zu stemmen – die Kehrseite der großen Beliebtheit des Laufes weit über die Stadtgrenzen hinaus. „Wir wollen unsere eigentliche Aufgabe, kranken Kindern zu helfen, nicht aus den Augen verlieren“, betonte Gudrun Dannemann aus dem Vereinsvorstand. Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den Sportlern und löste auf vielen Seiten großes Bedauern und Betroffenheit, aber auch eine Welle von spontanen Hilfsangeboten aus.

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Vor der Siegerehrung in der rappelvollen Therapiehalle des Gemeinschaftskrankenhauses bedankte sich Dannemann bei den vielen Helfern, die den Sterntaler-Verein in all den Jahren mit Herzblut und Tatkraft unterstützt hatten. Insbesondere bei Wolfgang Schönknecht und Uli Sauer, die ihr sportliches Wissen einbrachten und maßgeblich zu Erfolg und Beliebtheit des Laufes beitrugen.

Ehrungen für 15 Teilnahmen

Für sie waren die Sieger denn auch in diesem Jahr zum Teil alte Bekannte, die schon mehrfach am Lauf teilgenommen und mehrfach gewonnen hatten. Für drei Teilnehmer gab es eine Sonderehrung, weil sie bei allen 15 Läufen die neun Kilometer absolviert hatten. Wie sehr der Lauf auch den Läufern am Herzen gelegen hat, wurde deutlich, als der schnellsten Frau des Hauptlaufs der Pokal überreicht wurde: Birgit Schönherr-Hölscher war in der Woche zuvor 100 Kilometer in den Niederlanden gelaufen, am Samstag einen Marathon rund um die Kemnade und am Sonntag dann doch nach Herdecke gekommen, um „einfach dabei zu sein“. Ein Motiv, das viele ihrer Vereinskameraden teilen. Der PV Triathlon Witten war denn auch die größte Gruppe am Start und verabschiedete sich mit Tränen vom Sterntaler-Team. „Für uns Sportler war es immer ein Muss, hierher zu kommen“, so einer der Starter.

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