Der Böllberg bebt bei der Fußballschule der JSG

Da rollt der Ball schon mal in den Hintergrund – Andreas Seifert löscht eine Stichflamme.
Da rollt der Ball schon mal in den Hintergrund – Andreas Seifert löscht eine Stichflamme.
Foto: WP
Die Jugendspielgemeinschaft Wengern/Esborn veranstaltet vier Tage lang ihr Fußballcamp. Über 100 Kicker lernen nicht nur Tricks.

Wetter..  „Wau“ schallt es im Chor. Gut 20 Kinder bestaunen gerade auf dem Böllberg, wie Andreas Seifert von der Löschgruppe Esborn eine Stichflamme löscht. Eigentlich sind die kleinen Kicker zum Fußballspielen beim TuS Esborn, doch wenn ein Feuerwehrmann echte Brände löscht, rollt der Ball auch schon mal in den Hintergrund. „Wir begreifen die Fußballschule als Ferienprojekt, indem die Kinder auch andere Dinge kennenlernen“, erklärt Wolfgang Cornelsen, Leiter der Jugendspielgemeinschaft Wengern/Esborn (JSG).

106 begeisterte Teilnehmer im Alter von fünf bis 13 Jahren sind in diesem Jahr beim Umweltcamp der JSG Wengern/Esborn zusammengekommen. Sie trainieren vier Tage lang auf dem Kunstrasen des Böllbergs und lernen dabei auch, wie man sich bei Feuer verhält.

Den weiten Weg zum Esborner Sportplatz nehmen dabei nicht nur Vereinsmitglieder auf sich. „Wir sind eine offene Fußballschule. Es kann jeder kommen“, sagt Cornelsen und ergänzt: „Es werden auch keine Vorkenntnisse verlangt. Alle können mitmachen.“

Das Trainingsangebot findet auch in diesem Jahr in Kooperation mit der Deutschen Fußball-Akademie (DFA) statt. Die 106 Kinder werden von acht DFA-Trainern und einer Torwarttrainerin angeleitet. Überwacht werden die Abläufe von Jörg Amthor, der auch für die erste Herrenmannschaft des TuS Esborn an der Seitenlinie steht. Trotz der deutlichen 3:8-Schlappe seines Teams am Ostermontag gilt in dieser Woche seine Aufmerksamkeit nur den Nachwuchsspielern auf dem Böllberg. „Wir wollen moderne und kindgerechte Übungen anbieten“, erklärt Amthor, der beim Gespräch zwischendurch immer kurze Kommandos gibt: „Zwei Schüsse mit rechts und zwei Schüsse mit links.“

Insgesamt acht Stationen

Die Kicker trainieren an insgesamt acht Stationen. So müssen die Fußballspieler über Stangen und Hütchen springen, einen Gegenspieler ausdribbeln oder möglichst feste Schießen. Eine Radaranlage misst dafür die genaue Geschwindigkeit. 56 Stundenkilometer werden von Jörg Amthor dann zum Beispiel mit „eine echte Granate“ kommentiert.

„Die Gruppen passen wir nach Alter und Leistung an“, erklärt Amthor: „Der soziale Zusammenhalt steht dabei aber im Vordergrund. Die Kinder sollen sich wohlfühlen.“ Das Training beginnt jeden Tag um zehn Uhr – doch bereits um acht kommen die ersten Kicker zum Frühstück. Über 100 Kinder werden so den ganzen Tag betreut. „Das haben wir hier natürlich nicht oft“, sagt Wolfgang Cornelsen. In diesen Osterferien bebt der Böllberg noch bis Freitag.

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