BCH steigt nach dramatischem Kampf ab

Badminton, 2. Bundesliga: BC Hohenlimburg - BC Solingen
Badminton, 2. Bundesliga: BC Hohenlimburg - BC Solingen
Foto: WP

Hohenlimburg..  Nach einem dramatischen Kampf sind die Badminton-Cracks des BC Hohenlimburg aus der zweiten Bundesliga abgestiegen. Trotz eines starken Wochenendes reichten ein Sieg in Wesel und ein Remis zu Hause gegen BC Solingen nicht zum Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse.

„Es ist schade, aber wir können damit leben“, resümierte Spielertrainer Hendrik Westermeyer, der auch in der kommenden Saison über die gleiche Spielerdecke verfügen kann. „Wir werden in der kommenden Saison einen neuen Angriff Richtung 2. Bundesliga starten“, schaute der Coach nur wenige Minuten nach dem Duell gegen Solingen bereits in die Zukunft.

„Ich rechne damit, dass Solingen gegen Refrath punktet.“ So prognostizierte es Hendrik Westermeyer bereits vor den Spielen am Samstag. Und so geschah es auch – Solingen triumphierte überraschend hoch mit 6:2. Aber davon wussten die Hohenlimburger natürlich noch nichts, konzentrierten sich parallel auf die Aufgabe gegen BV Wesel, die sie mit 5:3 auch lösten. Aber spannender hätte der Kampf um den Klassenerhalt nicht laufen können.

Mit einem glatten Zweisatz-Sieg eröffneten Hendrik Westermeyer und Christian Bald die Partie gegen Wesel. Pech hatte das neu zusammengestellte Damen-Doppel mit Carina Grewe und Sarolta Röhrnbacher, die in zwei Sätzen jeweils mit 20:22 verloren. Fast hätte diese taktische Maßnahme gefruchtet. Aber das eingespielte Doppel Peyo Boychinov und Fabian Stoppel behielt die Nerven, stellte die 2:1-Führung nach den Eröffnungsdoppeln her.

Boychinov musste gleich wieder zum Einzel antreten, dann gegen Luka Wraber auch noch über drei Sätze gehen. Er stemmte den Kraftakt, siegte im Entscheidungssatz mit 22:20. Keine Chance hatte Sarolta Röhrnbacher, so dass es nach der ersten Einzelrunde 3:2 für den BCH hieß.

Auch das Mixed ging über drei Sätze, die mitgereisten Fans schwitzten vor Nervosität genauso wie die Spieler auf dem Feld. Aber die geballte Routine mit Hendrik Westermeyer und Carina Grewe verfügte ebenfalls über ein starkes Nervenkostüm, gewannen den dritten Satz mit 21:16.

Jetzt kam die große Stunde des jungen Malte Laibacher – er benötigte zwei glatte Sätze, um den Hohenlimburgern den Sieg vorzeitig zu sichern. Die Niederlage von Christian Bald im letzten Spiel des Tages fiel nicht mehr ins Gewicht.

Der Jubel über den Sieg wurde aber gedämpft, als die Nachricht aus Solingen eintraf. Es ging also im letzten Spiel um die Wurst – der BCH lag vor dem Duell zwei Punkte hinter Solingen zurück, das Spielverhältnis war gleich. Nur ein Sieg bedeutete die Rettung.

Das schienen auch viele Fans zu ahnen, immerhin strömten mehr als 200 Besucher gestern Nachmittag in die Sporthalle Wiesenstraße und feuerten die BCH-Akteure mit Lärminstrumenten kräftig an. „Das war eine tolle Werbung für diesen Sport“, freute sich Westermeyer. Auch sportlich begannen die Hohenlimburger stark. Hendrik Westermeyer und Christian Bald zeigten eine Top-Leistung im Doppel, gewannen 21:10 und 21:12, Fabian Stoppel und Peyo Boychinov holten den zweiten Punkt im dritten Satz (21:18).

Ein Punkt war auch bei Carina Grewe und Sarolta Röhrnbacher eingeplant, allerdings verlor das Damen-Doppel glatt in zwei Sätzen (9:21, 16:21). „Trotzdem waren wir im Soll“, so Westermeyer.

Es sollte auch gut weiter gehen, denn Sarolta Röhrnbacher gewann ihr Einzel klar mit 21:10 und 21:16. Christian Bald bot eine starke Partie, hatte aber im dritten Satz gegen Blagovest Kisyov (16:21) das Nachsehen. „Unser Nachwuchs hat sich an diesem Wochenende sehr gut verkauft“, lobte Hendrik Westermeyer. Als dann auch noch Malte Laibacher gegen Jamie Bonsels unterlag (19:21, 15:21), war die Partie wieder ausgeglichen, es stand 3:3.

Peyo Boychinov bestätigte seine gute Form in seinem Einzel gegen Edwin Ekiring, er gewann glatt in zwei Sätzen mit 21:13 und 21:19. Der BCH führte mit 4:3.

So musste das Mixed mit Fabian Stoppel und Carina Grewe über Klassenerhalt oder Abstieg entscheiden. Die Hohenlimburger unterlagen mit 16:21 und 18:21 – Solingen feierte das Remis wie einen Sieg.

 
 

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