Aufstiegsgrüße aus Armenien

Glückwünsche zum Handball-Zweitliga-Aufstieg des VfL Eintracht Hagen gab es von allen Seiten. Auch aus Armenien. Und das ist keine Falschmeldung von Radio Eriwan.

Karl-Peter Braun verschickte die Aufstiegsgrüße aus der armenischen Hauptstadt, landesüblich „Jerewan“ genannt. Der Damenwart des Handball-Verbandsligisten SG TuRa/Halden war über Pfingsten mal wieder als „Groundhopper“ unterwegs. Als Fußballfan also, den es zu exotischen Kicks in Stadien zieht, die der normale Fußballfreund nie zu sehen bekommt. Diesmal war die erste armenische Liga dran. Ein Spiel am Samstag, das zweite am Sonntag.

Spiel eins, ein Derby zwischen zwei Hauptstadt-Klubs, fand im Nationalstadion statt. Dort, wo der FC Bayern München zu Zeiten der Sowjetunion schon einmal vor 70 000 Zuschauern kickte. Diesmal zählte Braun knapp 120 Fußball-Fans. Dabei war der Eintritt frei. Eine etwa gleich große Schar von Anhängern hatte den VfL Eintracht Hagen zur Zweitliga-Aufstiegsrunde am Samstag in Dresden begleitet.

Über den Verlauf der Relegation ließ sich Peter Braun per „Whats­App“ von seinem Schwiegersohn, dem Eintrachtler Alexander Bolz, informieren. Dieser verfolgte das Handball-Spiel vor Ort. Brauns Gratulations-E-mail war dann, aus welchem Grund auch immer, einen ganzen Tag lang unterwegs. Als sie in Hagen eintraf, hatte der Absender schon das zweite armenische Ligaspiel hinter sich. In einem kleineren Stadion sahen rund 200 Fußballfans zu.

Andere Länder, andere Sitten, andere Dimensionen. Eindrücke, die haften bleiben. Nicht umsonst heißt es: Reisen bildet! Und in Zeiten moderner Kommunikationstechnik verpasst man noch nicht einmal wichtige andere Sporttermine. Rainer Hofeditz

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