Almantas Savonis hält Zweitliga-Aufstieg fest

Dresden..  Der Krimi hatte ein Happy End. Um 16.35 Uhr war am Samstag der 27:26 (13:14)-Erfolg des Handball-Drittligisten VfL Eintracht Hagen gegen den HC Elbflorenz perfekt. Damit stand der Aufstieg in die 2. Bundesliga fest.

Als die Grüngelben zum zweiten Turnierspiel in der mit rund 800 Zuschauern besetzten Dresdener EnergieVerbund-Arena aufliefen, war die Ausgangslage wie gemalt. Gegner Elbflorenz hatte das erste Relegationsspiel gegen den Nord-Vertreter HF Springe mit 19:25 verloren, dabei am Ende einen Kräfteverschleiß erkennen lassen. Nach einem 19:19-Gleichstand gelang der Truppe von Trainer Peter Pysall kein Tor mehr. Und die Gastgeber hatten nur zwei Stunden Zeit, sich zu erholen. Da zwei Zweitligaplätze vergeben wurden, war klar, dass der Eintracht ein Sieg, wie knapp auch immer, reichen würde.

Aber das Team von Trainer Lars Hepp tat sich schwer, geriet vor der Pause mehrfach mit zwei Toren in Rückstand (6:8, 8:10). Wie schon bei den beiden Punktspielniederlagen gegen West-Meister TuS Ferndorf schienen die Nerven nicht richtig mitzuspielen.

Der Umschwung wurde nach 38 Minuten eingeleitet, als Max Conzen Torwart Almantas Savonis ablöste. Conzen, der nach Bielefeld wechseln wird, hielt einige schwere Bälle und brachte seine Farben damit auf die Siegerstraße. Ein 16:17-Rückstand wurde in eine 19:17-Führung umgewandelt, elf Minuten vor Schluss führte der VfL Eintracht nach einem Treffer von Marius Kraus erstmals mit drei Toren (23:20). Aber nach dem 25:22 (53.) stemmte sich Elbflorenz noch einmal mit dem Mut der Verzweiflung gegen das Aus. „Da haben sie die letzten Reserven mobilisiert“, beschrieb VfL-Rechtsaußen Marius Kraus, wie die Dresdener den 25:25-Gleichstand (58.) erzwangen.

Kraus selbst war es am Ende, der mit einem ganz feinen Treffer von außen zum 27:26 den offensiven Schlusspunkt setzte. Aber den Gastgebern blieben noch 80 Sekunden. Die finale von den Eintracht-Fans stürmisch gefeierte Aktion des Spiels gehörte dem ins Tor zurückgekehrten Almantas Savonis: Der 45-jährige Litauer wehrte 22 Sekunden vor Schluss den letzten Wurf der Elbflorentiner ab. Danach ließen die Eintrachtler den Gegner nicht mehr an den Ball kommen. Nachdem die Schlusssirene ertönt war, feierten Fans und Spieler von Springe und Hagen mit der „Humba“ gemeinsam den Aufstieg. „Ich bin im Jahr 2000 zum VfL Eintracht gekommen. Seitdem wurde immer von der Rückkehr in die 2. Liga gesprochen. Jetzt haben wir es geschafft“, freute sich der dienstälteste Eintrachtler Marius Kraus riesig.

Auf das bedeutungslose letzte Aufstiegsrundenspiel hätten der VfL Eintracht Hagen und HF Springe gerne verzichtet, aber es musste stattfinden. Mit dem 40:40-Remis konnten beide Seiten gut leben.

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