Zweite Liga soll professioneller werden

163000 Euro ließ sich die Stadt im vergangenen Jahr das farblich abgesetzte Volleyball-Spielfeld in der Artur-Schirrmacher-Halle kosten. Damit erfüllte Gladbeck eine wesentliche Anforderung der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) an seine Zweitliga-Standorte. Ziel der Bemühungen des Verbandes ist es, die Strukturen zu professionalisieren.

Auch in der Zweiten Liga. Der sogenannte Masterplan zur Entwicklung der Volleyball-Bundesligen hat neben den Erstligisten daher auch die Vereine der Zweiten Ligen im Blick - mithin auch den Standort an der Konrad-Adenauer-Allee 1 in Gladbeck.

„Ich muss allen Zweitligisten großen Respekt und Anerkennung für die Entwicklung in den letzten Jahren aussprechen“, sagte Ulrich Nordmann, DVL-Vizepräsident und Sprecher der Zweiten Bundesligen Nord, kürzlich am Rande der Bundesligaversammlung. „Viele Maßnahmen, die anfangs heftig umstritten waren, haben unsere Clubs erfolgreich umgesetzt.“ Der Weg zur Professionalisierung der Strukturen erfahre eine gute Akzeptanz, so Nordmann weiter. Exemplarisch hob er die Realisierung der farbig abgesetzten Spielfelder sowie das wirtschaftliche Lizenzierungsverfahren hervor.

Keine Strafen ausgesprochen

Verfügten im Jahr 2009 weniger als die Hälfte der Spielhallen der 2. Bundesliga über ein farbiges Spielfeld, wird in der Saison 2013/14 nur an einem der 54 Zweitligastandorte diese Anforderung noch nicht erfüllt sein. Ebenso positiv hat sich die vereinfachte wirtschaftliche Lizenzierung in dieser Zeit entwickelt. Bei Prüfung der Unterlagen für die Saison 2013/14 wurden erstmals keine Strafen ausgesprochen. Nordmann: „Es macht sich bezahlt, dass die DVL-Mitarbeiter die Clubs beraten und bei der Antragstellung unterstützen.“ Mit dem Prinzip „helfen statt bestrafen“ habe sich das DVL-Center hohe Anerkennung und Wertschätzung bei den Vereinen erarbeitet.

Die positive Entwicklung der Zweitligisten soll durch den sogenannten Masterplan weiter forciert werden. Dabei liegt laut aktueller Mitteilung der DVL ein Augenmerk auf der Durchlässigkeit für Aufsteiger aus den Dritten Ligen sowie die Verbesserung der Aufstiegsperspektiven für Vereine in die Erste Liga. Beides soll mit dem Stufenplan realisiert werden, der die Lizenzierungsvoraussetzungen nicht allein an die Spielklasse, sondern auch an die Dauer der Ligazugehörigkeit koppelt.

Eine zentrale Rolle bei der Stärkung der Zweitligisten wird der Aufbau hauptamtlicher Management- und Trainerstrukturen ab der Saison 2014/15 spielen. Heiko Koch, DVL-Vizepräsident und Sprecher der 2. Bundesligen Süd, erklärt: „Für mich steht und fällt die Zukunft der Zweiten Ligen mit der Strukturentwicklung der Vereine. Hauptamtliche Mitarbeiter können positive Impulse für die Bereiche Vermarktung, PR und Zuschauergewinnung setzen.“ Er warnte zugleich vor der Annahme, die Übergangsprobleme zur Ersten Bundesliga allein mit der Absenkung von Standards im Oberhaus lösen zu können. Vielmehr müsse sich auch die Zweite Liga weiterentwickeln.

In diese Richtung zielten die Anträge des FCJ Köln, eine eingleisige Zweite Liga zu etablieren und zweite Mannschaften von Erstligisten in der Zweiten Liga nicht länger zuzulassen. Beide Punkte wurden von den Vereinsdelegierten zur Prüfung in die Beratungen zum Masterplan verwiesen. Schwerpunkte des Masterplans für die Zweiten Liga werden die Themen Nachwuchsarbeit, Lizenzierung, PR und Kommunikation sowie Vermarktung bilden.

 
 

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