Zwei Teams mit weißer Weste

Bereits gegen Köln setzte es für Meike Schepers (li.) und Co. eine 0:3-Niederlage.
Bereits gegen Köln setzte es für Meike Schepers (li.) und Co. eine 0:3-Niederlage.
Foto: WAZFotoPool
Nach dem Sieg über die TV Gladbeck Giants bleibt Union Emlichheim verlustpunktfrei. Auch Bayer Leverkusen gibt sich keine Blöße. Die Splitter:

Gladbeck.  Volleyball-Bundesliga-Absteiger Bayer Leverkusen und Union Emlichheim führen im Gleichschritt die Tabelle an, hingegen stecken die beiden Hauptstadt-Teams weiterhin im Tabellenkeller fest. Aufsteiger Köln feiert den ersten Heimsieg. Die Zweitliga-Splitter.

Zwar ging Bayer Leverkusen beim 1. VC Stralsund als 3:0 (25:17, 27:25, 25:23)-Sieger vom Platz und verteidigte damit die Tabellenspitze, doch ganz so einfach, wie es das nackte Resultat ausdrückt, hatte es der Bundesliga-Absteiger bei den Hansestädterinnen dann doch nicht. „Wir haben eine sehr starke Grundleistung gezeigt, die leider noch von ein paar kleinen Schwächephasen unterbrochen wurde. Gegen Mannschaften wie Leverkusen verliert man dann das Spiel. Für mich zählt aber, dass wir trotz des 0:3 heute eine Siegchance hatten. Wir sind auf einem guten Weg”, sagte VC-Trainer André Thiel nach der Partie, nachzulesen unter www.volleyball-bundesliga.de. Spielentscheidend war im Nachhinein wohl der aus Stralsunder Sicht unglückliche Ausgang des zweiten Satzes: „Da hätten wir vielleicht etwas cooler sein können. Entscheidend für mich ist jedoch, dass wir in dieser Phase besser als eine starke Leverkusener Mannschaft waren”, so Thiel weiter.

Der SC Union Emlichheim weist neben Liga-Primus Leverkusen nach drei Spieltagen als einziges Team die maximale Ausbeute von sechs Punkten auf. Mit 3:0 (25:15, 25:19, 25:15) besiegte die Union die TV Gladbeck Giants. Auch wenn Giants-Coach Waldemar Zaleski feststellte, dass „so klar wie das Ergebnis das Spiel nicht war“ – einige Giants-Fans sehen schwere Zeiten auf ihren Club zukommen. So moniert etwa WAZ.de-User „Walle-Kirsch“: „Für teures Geld werden Spielerinnen von überall hergeholt, es spielt keine Gladbeckerin mehr bei den Gladbecker Giganten und das Ergebnis?“ Weiter heißt es: „Und das Schlimmste dabei: Beim Heimspiel gegen Köln war deutlich zu spüren, dass die Legionärinnen sich nicht mit dem TV oder gar der Stadt Gladbeck identifizieren.“

Bis Mitte des zweiten Satzes tat sich die Reserve des USC Münster im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Rudow Berlin schwer. Schlussendlich siegten die Münsteranerinnen 3:1 (17:25, 26:24, 25:19 und 25:19), und die Matchwinnerin in Reihen des USC war auch schnell ausgemacht: „Die Wende kam mit der Einwechselung der erfahrenen Cinja Tillmann, die nicht nur die Punkte am Netz machte, sondern vor allem ihre Mannschaftskameradinnen durch ihre offensive Körpersprache mitriss“, heißt es auf der Homepage des USC. Im ersten Durchgang noch habe das Team „wie ein verwirrter Hühnerhaufen, der nach der Ordnung suchte“ gewirkt. Rudow bleibt Vorletzter, bisher noch gleichermaßen punktlos wie die Hauptstadt-Konkurrenz vom VCO Berlin II.

In seinem zweiten Heimspiel konnte Aufsteiger DSHS SnowTrex Köln den ersten Heimsieg einfahren. Mit 3:1 (25:21, 21:25, 25:18, 25:20) bezwang das Team von Trainer Jimmy Czimek vor heimischer Kulisse den TV Eiche Horn Bremen. Nach dem Vorwochen-Erfolg über Gladbeck lief zwar noch lange nicht alles glatt bei den Domstädterinnen - was Czimek für gut befand: „Denn so mussten wir uns auch aus Schwächephasen befreien und selbst das hat mein Team als Einheit geschafft.“

„Zudem“, räumte der Kölner Trainer ein, „hat uns natürlich auch Sara Gollers Debüt enorm geholfen“. Goller gewann als Beachvolleyballerin mit ihrer Partnerin Laura Ludwig vier Deutsche und zwei Europa-Meisterschaften.

 
 

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