Wer steigt ab? Wer bleibt drin?

Mit einemn Drei-Punkte-Polster gehen
Mit einemn Drei-Punkte-Polster gehen
Foto: Biene Hagel
Sechs Teams befinden sich mit dem VfL Gladbeck im Abstiegsstrudel. Die WAZ gibt einen Überblick über die Konkurrenz im Keller.

Gladbeck..  Drei Mannschaften müssen absteigen, sechs kämpfen noch ums Überleben, nachdem sich Schalksmühle und Ratingen am Wochenende wohl endgültig sichern konnten. Der VfL Gladbeck und seine Konkurrenten im WAZ-Check – auf Platz 14 beginnen die Absteigsränge.

11. VfL Gummerbach II

Die Bilanz: 8/2/12, 18:26 Punkte
Die Form:
Seit einigen Wochen geht es aufwärts bei der Reserve aus dem Oberbergischen. Während der Handball-WM half Verstärkung aus der Bundesligamannschaft. Aber auch danach trugen Siege in Korschenbroich und am Sonntag in Duisburg dazu bei, dass der VfL aus einer guten Position in die letzten Spiele geht. Oberberg-aktuell.de berichtet: „Das Abstiegsgespenst, das sich gerade in der Gummersbacher Kabine einnisten wollte, wurde von den Blau-Weißen eindrucksvoll verscheucht.“
Das Restprogramm: Ratingen (H), Zweibrücken (H), Krefeld (A), Wiesbaden (A), Hagen (H), Soest (A), Minden (H), Leichlingen (A).
Die Prognose: Ganz verscheucht ist das Abstiegsgespenst noch nicht, am Ende wird sich der VfL aber, im Zweifel mit Unterstützung von oben, in der Liga halten.

12. VfL Gladbeck

Die Bilanz: 8/2/13,18:28 Punkte
Die Form: Nach dem guten Saisonstart ging es in der Tabelle fast nur abwärts für die Gladbecker. Eine Mischung aus eigenem Unvermögen und Pech mit den Schiedsrichtern sorgte für die bittere Pleite gegen Schalksmühle – jetzt wird es richtig eng. Die Mentalität der Mannschaft stimmt aber, sie weiß, worauf es im Abstiegskampf ankommt. Der sei ja eh „Dauerzustand“ in der Riesener-Halle, wie Torwart Tim Deffte vergangene Woche bemerkte.
Das Restprogramm: Leichlingen (A), Lemgo (H), Duisburg (A), Ratingen (H), Korschenbroich (A), Ferndorf (A), Neuss (A).
Die Prognose: Besonders die drei Auswärtsspiele zum Schluss sind unangenehm – ohne die „Rote Wand“ ist der VfL einen Vorteil los. Das Deffte-Team sollte in Duisburg und dazu noch ein Heimspiel gewinnen, um ein Abstiegs-Endspiel in Neuss zu vermeiden. Die individuelle Qualität für den Klassenerhalt ist auf jeden Fall vorhanden.

13. Neusser HV

Die Bilanz: 7/3/13, 17:29 Punkte
Die Form: Mit Siegen in Krefeld und gegen Zweibrücken präsentierte sich der NHV zuletzt in guter Verfassung, dazu hat Neuss bis Saisonende fast ausschließlich schlagbare Gegner. „Das heute war ein Zeichen an die Konkurrenz: Ihr könnt machen, was ihr wollt, wir holen weiter unsere Punkte“, sagte René Witte der Rheinischen Post.
Das Restprogramm: Schalksmühle (A), Duisburg (H), Ratingen (A), Korschenbroich (H), Lemgo (A), Wiesbaden (A), Gladbeck (H).
Die Prognose: Der NHV ist gut drauf, zeigte gegen Zweibrücken starken Kampf. Angesichts des relativ leichten Restprogramms hat Neuss sehr gute Chancen, die Klasse zu halten.

14. OSC Löwen Duisburg

Die Bilanz: 6/3/14, 15:31 Punkte
Die Form: Zeigte mit Siegen über Leichlingen und Minden zuletzt steil nach oben, am Wochenende sah die Rheinische Post aber einen „herben Rückfall“ beim 22:35 gegen Gummersbach. Die Neue Ruhr Zeitung (NRZ) notierte: „Der eine oder andere Spieler gab zumindest während der Partie gegen Gummersbach vorzeitig auf.“ Und zitierte Löwen-Chef Klaus Schuppert: „Mit dritter Liga hatte das nichts zu tun.“ Erschwerend hinzu kommt, dass viele Spieler bereits ihren Abgang angekündigt haben.
Das Restprgramm: Soest (A), Neuss (A), Gladbeck (H), Wiesbaden (A), Ferndorf (H), Korschenbroich (A), Lemgo (H).
Die Prognose: Die Löwen stehen in den nächsten vier Spielen unter Zugzwang. Es sieht aber so aus, als stimme die Moral der Mannschaft im Moment nicht. Sie hat zwar alles selbst in der Hand, derzeit sieht es aber nach Abstieg aus.

15. Soester TV

Die Bilanz: 4/2/17, 10:36 Punkte
Die Form: vier Niederlagen in Folge, sechs Spiele sieglos. „20 Punkte“ müsse man für den Klassenerhalt mindestens holen, rechnete Trainer Dirk Lohse vor. Auch das würde wohl nicht reichen.

Der Soester Anzeiger sah am Wochenende beim 21:33 in Lemgo zwar eine gute Dreiviertestunde, danach aber einen „bitteren Einbruch“ des STV: „Der Soester TV hat ein weiteres Mal bewiesen, dass er in der 3. Liga mithalten kann. Und er hat ein weiteres Mal bewiesen, dass ihm das zu selten über 60 Minuten gelingt.“
Das Restprogramm: Duisburg (H), Schalksmühle (A), Leichlingen (H), Minden (A), Gummersbach (H), Krefeld (H), Zweibrücken (A).
Die Prognose: Die Mannschaft ist zu inkonstant, um die Klasse zu halten. Soest wird wohl absteigen.

16. HSG VfR/Eintr. Wiesbaden

Die Bilanz: 4/0/17, 8:34 Punkte
Die Form: Die HSG landete zwar Überraschungssiege, in Leichlingen setzte es aber die höchste Saisonpleite. Die Mannschaft hat zwei Nachholspiele in der Hinterhand.
Das Restprogramm: Minden (H), Korschenbroich (A), Lemgo (H), Hagen (A), Gummersbach (H), Duisburg (H), Ratingen (A), Neuss (H), Ferndorf.
Die Prognose: Um drinzubleiben, müsste Wiesbaden die direkten Duelle ausnahmslos gewinnen, dazu auch mindestens eine deutlich stärkere Mannschaft schlagen – das wird nichts.

 
 

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