VfL Gladbeck - Trainer Deffte: „Das wird für uns ein Blindflug“

Gladbecks Torwart Andor Schneider parierte in Jöllenbeck 41 Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter.
Gladbecks Torwart Andor Schneider parierte in Jöllenbeck 41 Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter.
Foto: Biene Hagel
In der Handball-Oberliga empfängt Spitzenreiter VfL Gladbeck den abstiegsbedrohten TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck.

Gladbeck..  Zur Heimpremiere im neuen Jahr empfangen die Handballer des VfL Gladbeck den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck in der Riesener-Halle. Der Gast reist mit einem neuen Trainer an und natürlich mit der Absicht, besser und vor allem erfolgreicher zu spielen als in den Wochen vor Weihnachten. Ausgetragen wird die Partie am Samstag, 16. Januar, um 19.30 Uhr in der Riesener-Halle.

Zehnmal in Folge sieglos

Nach sechseinhalb Jahren musste Trainer Walter Schubert in Jöllenbeck gehen. Die Mannschaft des Tus 97, die zu Beginn der Hinrunde de den Aufstiegs-Topfavoriten Ahlener SG und die ebenfalls äußerst ambitionierte HSG Menden-Lendringsen bezwingen konnte, war zum Schluss zehnmal in Folge ohne Sieg geblieben und steckt deshalb tief ganz im Abstiegssumpf. Richten soll es nun Übungsleiter Sven-Eric Husemann, der zuvor für die Zweitvertretung des TuS 97 in der Verbandsliga verantwortlich war.

„Das wird deshalb für uns ein Blindflug“, sagt Sven Deffte, der Trainer des VfL Gladbeck. Soll heißen: Die Rot-Weißen wissen nicht, wie Jöllenbeck unter Husemann spielen wird. Vorbereitet haben sich die Gladbecker daher beispielsweise auf eine 3:2:1- wie auch auf eine 6:0-Deckung der Gäste.

Dass der TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck - neuer Trainer hin, neuer Trainer her - ein unbequemer Gegner ist, wissen die Rot-Weißen spätestens seit dem zweiten Spieltag. Mit 27:26 setzte sich der VfL knapp, letztlich aber auch verdient in Jöllenbeck durch. Vor allem ein Akteur des Gegners bereitete den Gladbeckern beim ersten Aufeinandertreffen ganz erhebliche Probleme. Zsolt Kovacs, der Torwart der Bielefelder.

„Wir haben das im Hinspiel gegen die 3:2:1-Deckung der Jöllenbecker eigentlich gut gelöst“, so Sven Deffte. Das Problem sei der Abschluss gewesen, viel zu viele Freie habe sein Team vergeben. Das dürfe sich die Mannschaft nicht erneut erlauben, so der Coach der Rot-Weißen. Und weiter: „Wir müssen natürlich auch eine gute Abwehr stellen, zudem muss die Torwartleistung stimmen.“

Rot-Weiße sind halbwegs komplett

Zuversichtlich stimmt den Trainer des VfL Gladbeck die Vorstellung, die seine Mannschaft am vergangenen Samstag beim 31:25-Erfolg über die HSG Gevelsberg-Silschede geboten hat. „Wir sind besser in die Rückrunde als in die Saison gestartet“, sagt Sven Deffte, der zudem auf eine gute Trainingswoche zurückschauen kann, auch wenn Kreisläufer Sebastian Janus und Rechtsaußen Marcel Giesbert zunächst noch angeschlagen waren. „Sie waren aber beim Abschlusstraining dabei“, so der Übungsleiter der Gladbecker. Und das bedeutet, dass der VfL - von den beiden langzeitverletzten Akteuren Dustin Dalian und Marius Leibner abgesehen - seine beste Formation aufbieten kann.

 
 

EURE FAVORITEN