Trainer Sven Deffte: „In der Liga kann jeder jeden schlagen“

Lange stand Sven Defte (vorne) selbst für den VfL Gladbeck auf dem Feld. Nun gibt er die Kommandos von der Seitenlinie.
Lange stand Sven Defte (vorne) selbst für den VfL Gladbeck auf dem Feld. Nun gibt er die Kommandos von der Seitenlinie.
Foto: WAZ FotoPool
Trainer Sven Defte sieht seinen VfL Gladbeck in der Oberliga auf einem guten Weg, warnt aber vor der Ausgeglichenheit der Liga.

Gladbeck.. 8:0-Punkte haben die Handballer des VfL Gladbeck in den ersten vier Spielen der Oberliga-Saison geholt. Über den Auftakt, die Liga und das Verletzungspech sprach in der Herbstpause WAZ-Redakteur Thomas Dieckhoff mit dem Trainer der Rot-Weißen, Sven Deffte.

Ihre Mannschaft hat 8:0-Punkte geholt und dabei nicht nur in Jöllenbeck gewonnen, sondern auch gegen die Teams aus Altenhagen und Menden, die zu den Mitfavoriten auf den Titel zählen. Ich kann mir vorstellen, der Trainer des VfL Gladbeck kann mit dieser Zwischenbilanz gut leben.

Deffte: Ich bin total zufrieden - und das nicht nur mit den Ergebnissen. Wir haben nämlich, von der ersten Partie gegen Gevelsberg, als bei uns noch Sand im Getriebe war, auch sehr ordentlichen Handball gespielt. Selbst das schwere Spiel gegen Jöllenbeck hätten wir ja höher gewinnen können, wenn wir unsere Freien genutzt hätten.

Heißt das, dass die Oberliga Westfalen in dieser Saison doch nicht so stark ist wie auch Sie immer betont haben?

Die Liga ist sehr ausgeglichen. Und wenn man ehrlich ist, muss man sagen, dass wir in Jöllenbeck auch hätten verlieren können. Und in Menden hätte das Spiel nach dem Ausgleich zum 20:20 durchaus kippen können. Ich bin nach wie vor überzeugt davon, dass in diesem Jahr jede Mannschaft jede andere schlagen kann und es kein Team gibt, bei der man vorher schon weiß, dass man es mit zehn Toren schlägt.

In brenzligen Situationen, von denen es in den ersten vier Spielen ja schon einige gab, hat der VfL Gladbeck sehr abgeklärt gewirkt. Hat Ihre Mannschaft aus der Vergangenheit etwas dazu gelernt?

Der Kern unseres Teams hat in den vergangenen drei Jahren in der Dritten Liga gespielt. Und da haben wir enge Spiele häufig genug verloren. Sorgen macht uns derzeit die Breite des Kaders, nach den schweren Verletzungen, die Marius Leibner und Dustin Dalian erlitten haben, könnten wir eigentlich noch einen Spieler gebrauchen, der im Rückraum Max Krönung mal entlasten und der auch decken kann.

Zum jetzigen Zeitpunkt dürfte es schwierig werden, einen passenden Spieler zu finden, oder?

Wir sind auf der Suche, und kurzfristig können wir auch einen Spieler aus der zweiten Mannschaft oder unserer A-Jugend dazunehmen. Bis Anfang Dezember können wir aber erst einmal sicher mit Max Krönung planen.

Kam Ihnen die Herbstpause jetzt eigentlich gelegen?

Wir hatten einen Lauf und hätten einerseits gerne weitergespielt. Andererseits können die Jungs nun noch mal durchatmen. Und ich selber habe jetzt mehr Zeit, mich auf die nächsten Gegner vorzubereiten. Die Pause kam uns insofern gelegen, als in der vergangenen Woche drei oder vier Spieler stark erkältet waren und weitere drei arbeiten mussten, so dass eine Einheit komplett ausgefallen ist.

Wird der VfL, um wieder in den Spielrhythmus zu kommen, vor dem Ligahit am 17. Oktober gegen den Tabellenvierten TuS Spenge noch einen Test absolvieren?

Wir wollten eigentlich am 10. oder 11. Oktober gegen Riemke spielen. Max Krönung und Björn Sankalla müssen an diesem Wochenende aber arbeiten und ich selbst habe einen Trainerlehrgang. Ich habe mich mit Timo Marcinowski (Trainer von Teutonia Riemke und früher langjähriger Spieler des VfL, d. Red.) darauf verständigt, dass wir vielleicht am Montag oder Dienstag vor der Partie gegen Spenge gegeneinander spielen. Das entscheiden wir relativ kurzfristig.

 
 

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