Teschs Kampfansage an den VfL Gladbeck

Andy Tesch trägt auf diesem Bild noch das Trikot des VfL Gladbeck. Inzwischen ist der Torwart für die Ahlener SG aktiv, am Samstag, 19. Dezember, gibt’s ein Wiedersehen.
Andy Tesch trägt auf diesem Bild noch das Trikot des VfL Gladbeck. Inzwischen ist der Torwart für die Ahlener SG aktiv, am Samstag, 19. Dezember, gibt’s ein Wiedersehen.
Foto: WAZ FotoPool
Vor dem Oberliga-Spitzenspiel zwischen der Ahlener SG und dem VfL Gladbeck hat Andy Tesch, Torwart der ASG, den Gladbeckern den Kampf angesagt.

Gladbeck/Ahlen..  Mit einem Videoclip wirbt die Ahlener SG auf ihrer Homepage für das Oberliga-Spitzenspiel gegen den VfL Gladbeck. Das knapp zweieinhalb Minuten lange Filmchen zeigt Andy Tesch und Dimitry Stukalin in den Rollen als Boxer bzw. Trainer vor einem Kampf. Das letzte Wort hat Torwart Andy Tesch, der vor der Saison 2015/2016 vom VfL Gladbeck nach Ahlen gewechselt ist. Er sagt: „Auge um Auge, Zahn um Zahn, die zwei Punkte bleiben in Ahlen.“

Gastgeber stehen unter Druck

Die Rot-Weißen lässt derlei Getöse vor dem Vergleich mit dem Tabellenvierten kalt. Sie können ganz gelassen nach Ahlen fahren. „Die ASG hat doch den Druck“, betont VfL-Trainer Sven Deffte mit Blick auf die Tabelle. „Wenn wir dieses Spiel gewinnen, haben wir einen Vorsprung von sieben Punkten vor Ahlen.“ Seine Mannschaft habe daher überhaupt nichts zu verlieren, so der Übungsleiter des Spitzenreiters.

„Eigentlich haben wir ja nichts zu verlieren“, sagt auch ASG-Rückraumspieler Thomas Lammers. Der ehemalige Bundesliga-Profi fügt aber, sich sogleich korrigierend, an: „Aber andererseits ist es wohl auch unsere letzte Chance, wenn wir diese Saison noch einmal ganz oben angreifen wollen.“

Dass der Gastgeber das will, versteht sich für Sven Deffte von selbst. „Der Ahlener Kader gehört schließlich zu den bestbesetzten in der Liga. Die Mannschaft kann, wenn sie ihr Potenzial abruft, jedes Team dominieren“, sagt der Gladbecker Trainer über den heutigen Gegner. Warum die ASG im bisherigen Saisonverlauf nicht konstant gute Leistungen gezeigt hat, kann Deffte nicht erklären. Braucht er aber auch nicht, denn das ist ja nicht sein Job. Fakt ist: Zuletzt wussten die Ahlener sowohl in der Partie gegen die HTV Sundwig/Westig (32:23) als auch im Spiel bei den Sportfreunden Loxten (30:24) mit beeindruckenden Leistungen zu überzeugen. Nicht nur deshalb sagt Sven Deffte: „Wir gehen als Außenseiter in diese Partie.“

Das heißt aber nicht, dass die Gladbecker die Zähler einfach herschenken werden. „Klar wollen wir jetzt auch Herbstmeister werden“, betont vielmehr Sven Deffte. Was muss der VfL Gladbeck also tun, um gegen Ahlen die zwei Zähler zu holen? „Es gilt“, sagt der Trainer der Rot-Weißen, „mit viel Tempo zu spielen und den Druck hochzuhalten.“ Generell erwartet Deffte eine Ahlener Mannschaft, die wie seine eigene mit offenem Visier zur Sache geht.

Die Gäste können - von den dauerverletzten Marius Leibner und Dustin Dalian einmal abgesehen - in Bestbesetzung antreten. Die Ahlener SG wohl auch. Thomas Lammers, der zuletzt infolge von Adduktorenproblemen ausgewechselt worden ist, ist wohl rechtzeitig für den Ligahit am Samstag wieder fit geworden. „Die waren ein bisschen gereizt“, so Lammers. Und weiter: „Im Spiel ist es dann schlimmer geworden. Aber es wäre wohl auch weitergegangen. Jetzt habe ich ’ne Woche ruhig gemacht.“ Und auch Abwehrspezialist und Kreisläufer Ferdi Hümmecke, der mit Hüftproblemen kämpft, dürfte gegen den VfL Gladbeck auf der Platte stehen. „Ich gehe davon aus, dass er sich durchquält. Dafür ist dieses Spiel zu wichtig und auch zu geil. Da beißt man die Zähne zusammen“, sagt Lammers.

Ring frei kann man da nur noch sagen!

Ausgetragen wird das Spitzenspiel der Oberliga Westfalen zwischen der Ahlener SG und dem VfL Gladbeck am Samstag, 19. Dezember, in der Friedrich-Ebert-Halle, an der Dolbergerstraße Ecke Henry-Dunant-Weg. Los geht’s um 19.30 Uhr.

 
 

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