SV Gladbeck 13 - 700 Euro für den Verein „Paulinchen“

Der Spendenlauf von Frank Wiedenhöfer erfreute sich großer Resonanz. Rund 70 Sportlerinnen und Sportler nahmen teil, der Erlös der Veranstaltung, rund 700 Euro, gehen an den Verein „Paulinchen“.
Der Spendenlauf von Frank Wiedenhöfer erfreute sich großer Resonanz. Rund 70 Sportlerinnen und Sportler nahmen teil, der Erlös der Veranstaltung, rund 700 Euro, gehen an den Verein „Paulinchen“.
Foto: Ludger Roling
Zum zwölften Male veranstaltete Frank Wiedenhöfer, Triathlet des SV 13, einen Spendenlauf. Der Erlös, rund 700 Euro, geht an den Verein „Paulinchen“.

Gladbeck.  Frank Wiedenhöfer, Triathlet des SV Gladbeck 13 und Feuerwehrmann von Beruf, veranstaltete zum zwölften Male einen Heiligabend-Spendenlauf. Knapp 70 Klubkameraden und Freunde nahmen über die 21-, 10- und 5-km langen Strecken teil. Der Erlös, fast 700 Euro, geht einmal mehr an den Verein „Paulinchen - Initiative für brandverletzte Kinder“. „Eine neue Rekordeinnahme“, resümierte Frank Wiedenhöfer ebenso erfreut wie überrascht.

Vor zwölf Jahren hatte er es nie darauf angelegt, die Spendeneinnahmen in die Höhe zu treiben. „Die Idee kam damals eher spontan. Mit ein paar Freunden trafen wir uns zum Laufen am Heiligabend und wir überwiesen Geld an Paulinchen“, beschrieb der Feuerwehrmann die Entstehung „seiner“ Veranstaltung. Sportlich spielen die Läufe über die drei Distanzen eher eine Nebensache. „Ein Trainingslauf war es für die meisten eher nicht“, berichtete Wiedenhöfer nach den Feiertagen der WAZ, „es liegt immer etwas Weihnachtliches in der Luft, denn nach dem Lauf freuen wir uns auf den heißen Apfeltee, Mandarinen oder Gebäck.“ Wiedenhöfers Lebensgefährtin Ursula Lauf stellte auch dieses Mal ein Leckereien-Büfett zusammen. „Bisher haben wir alle satt bekommen“, sagte sie schmunzelnd.

„Inzwischen ein besonderes und schönes Ritual, an Heiligabend zu laufen und gleichzeitig etwas Gutes zu tun“, betonte Giuseppe Zuddas, der Vorsitzende der Triathlon-Abteilung im SV Gladbeck 13, der seinen Vater mit auf die Laufstrecke brachte. Es waren ja auch alle Leistungs- und Altersklassen am Start. Und außerdem geht es ja bei dem „Wiedenhöfer-Lauf“ überhaupt nicht darum, besonders schnell zu sein, sondern mitzumachen. Und so nahmen neben den Cracks wie Frank Wiedenhöfer, Andreas Adamski, Sabine Schön und Vera Lang auch viele Breitensportler die Gelegenheit wahr, um im moderaten Tempo auf Vorrat ein bisschen Speck für die Feiertage abzubauen. Udo Fischer, Rookieprojektleiter und stellvertretender Abteilungsleiter der Triathleten, sagte: „Es gab viele Gespräche untereinander. Gerade die vielen neuen Mitglieder haben die Gelegenheit genutzt, die erfahrenen kennenzulernen.“

Frank Wiedenhöfer zeigte sich von der Teilnehmerzahl und dem erzielten Ergebnis begeistert: „Fast 700 Euro muss man erst einmal zusammen bekommen. Mit dem Geld können wieder einige schwerbrandverletzte Kinder mehr ein wenig glücklicher gemacht werden.“ Inzwischen finden sich auch immer mehr Helfer für die Vorbereitungen ein. Wer nicht laufen wollte oder konnte, packte eben mit an. So gab es Tee, Obst und Plätzchen in verschiedenen Variationen.

Eine kleine Neuigkeit gab es bei der zwölften Auflage: Alle Teilnehmer konnten an einer Verlosung teilnehmen. Zu gewinnen gab es eine selbstgestrickte Laufmütze in den Farben des Schwimmvereins, Trinkflaschen und eines der neuen Laufshirts der 13-er.

Auf die Frage, ob die Aktion im nächsten Jahr nicht vorher groß ankündigt werden kann, sagten Ursula Lauf und Frank Wiedenhöfer lächelnd: „Dann haben einige von uns keinen Heiligabend mehr und die Zahl der Teilnehmer wächst ja auch so. Es sind ja eh alle, die kommen, willkommen.“ Spenden von Nicht-Teilnehmern, die ihm vorher angeboten wurden, schlug der Feuerwehrmann übrigens aus: „Die Lauf-Spenden am Heiligabend-Morgen gehören einfach zu dieser Veranstaltung. Ich habe aber jedem die Kontonummer von Paulinchen gegeben, dann kann man ja selber überweisen.“

Wird sich „Paulinchen“ auch 2016 über einen Geldsegen des SV Gladbeck 13 freuen können? „Ja“, antworteten Lauf und Wiedenhöfer wie aus einem Mund.

 
 

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