Schwarz-Blau Gladbeck verliert zu hoch

Schwarz-Blau Gladbeck - unser Bild zeigt  Kadir Dogru (links) - verlor das erste Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Sascha Reimann mit 1:4 gegen Eintracht Erle.
Schwarz-Blau Gladbeck - unser Bild zeigt Kadir Dogru (links) - verlor das erste Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Sascha Reimann mit 1:4 gegen Eintracht Erle.
Foto: Frank Oppitz
Mit 1:4 verlor in der Fußball-Kreisliga A1 SB Gladbeck gegen Eintracht Erle. Für die Gastgeber war es die erste Partie nach dem Rücktritt von Trainer Reimann.

Gladbeck.  „Bis zum Winter müssen wir jetzt so klarkommen“, sagte Kapitän Christian Wittig, der zusammen mit Schlussmann David Swoboda bei Schwarz-Blau das Traineramt ausübt. Der Vorstand um Andreas Pappert ist bereits fleißig auf der Suche nach einem Nachfolger für Coach Sascha Reimann. Bis zur Winterpause wird sich aller Voraussicht nach aber wohl nichts an der Roßheidestraße tun. „Wir können ja keinen Trainer aus dem Hut zaubern“, so Wittig.

Schwarz-Blau Gladbeck -
Eintracht Erle 1:4 (0:2)

Schwarz-Blau Gladbeck: Swoboda, Balci, Dogru, Stahlmann, Chamdine, Bas (85. Wolter), Müller (50. Sarray), Akgün, Chaaban, Cambaz (80. Ay), Wittig.

Tore: 0:1 (28.), 0:2 (34.), 1:2 Sarray (79.), 1:3 (87.), 1:4 (90.).

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rot Akgün (44.), Gelb-Rot Chaaban (44.).

Gegner im ersten Spiel nach Reimann war Eintracht Erle. Die Gladbecker verloren zwar am Ende deutlich mit 1:4 (0:2), sie bewiesen insbesondere nach zwei frühen Platzverweisen aber den nötigen Kampfgeist.

Dass ein Ruck durch die Mannschaft ging, war von Anstoß weg zu spüren. Die Platzherren kommunizierten viel und waren eine Einheit auf dem Platz. Ihnen gehörte zudem die Anfangsphase. Der Favorit aus Erle kam auf dem Ascheplatz an der Roßheidestraße nicht zurecht. Ender Cambaz hatte nach 13 Minuten die erste dicke Chance des Spiels. Sein Gewaltschuss entschärfte der Keeper der Eintracht aber glänzend. Nach einer Viertelstunde pendelte sich die Partie ein. Je weiter die Zeit voranschritt, desto besser kamen die Gäste in die Partie.

Hatten die Erler nach vorne bisher noch nichts gezeigt, gingen sie nach 28 Minuten durch einen einfachen Freistoß aus dem Halbfeld in Führung. Am zweiten Pfosten stand ein Erler Angreifer blank und nickte unbedrängt zur 1:0-Führung ein. Und damit nicht genug: Sechs Minuten später erhöhten die Gäste mit der exakt selben Variante auf 2:0. Wieder hatten die Gelsenkirchener die Schwarz-Blau-Abwehr mit einem einfachen Standard überwunden.

Das zehrte an den Nerven der Gladbecker, die bis dahin eigentlich ein gutes Spiel geboten hatten. Es kam noch dicker: Mohammed Chaaban und Polat Akgün sahen eine Minute vor dem Seitenwechsel die Ampelkarte. Schwarz-Blau musste damit den zweiten Durchgang mit neun Mann absolvieren.

Gladbecker stecken nicht auf

Wer nun aber glaubte, der Favorit würde seine Sache ruhig runterspielen und die Gladbecker chancenlos lassen, sah sich getäuscht. Die Gastgeber warfen sich rein und steckten keinesfalls auf. Zwischenzeitlich war das Team um Christian Wittig sogar die bessere Mannschaft. Folgerichtig verkürzte der eingewechselte Hussein Sarray zehn Minuten vor Schluss auf 1:2.

Jetzt wollte Schwarz-Blau mehr, vergaß dabei aber völlig die Defensivarbeit. Das nutzte Erle und beseitigte mit dem Treffer zum 3:1 alle Zweifel. In der Nachspielzeit gelang schließlich noch das 4:1.

 
 

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