Preußen Gladbeck geht erneut unter - 0:9

Bedröppelte Preußen:  Im Heimspiel gegen Vorwärts Epe kassierten die Gladbecker eine 0:9-Klatsche.
Bedröppelte Preußen: Im Heimspiel gegen Vorwärts Epe kassierten die Gladbecker eine 0:9-Klatsche.
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SG Preußen Gladbeck kassierte in der Fußball-Bezirksliga die nächste Packung. Gegen Vorwärts Epe gab’s eine 0:9-Klatsche.

Gladbeck..  Zu schreiben, was dem Preußen-Spiel gegen Vorwärts Epe alles gefehlt hat, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Zur Erinnerung: Auch wenn die Gladbecker in der Bezirksliga mit dem Rücken zur Wand stehen, ist für sie rein rechnerisch der Klassenerhalt noch möglich. Doch der gestrige Auftritt der Gastgeber war herzlos, trostlos, leblos, energielos. Und diese Liste könnte so weitergeführt werden.

SG Preußen Gladbeck -
Vorwärts Epe 0:9 (0:4)

Preußen Gladbeck: Dörnemann, A. Goronczy, Saado (46. Saadou), El Aidi, Hilz, Klein (46. Freitag), Wagner, D. Goronczy, Ratzke (53. Perzewski), Askin, Schulz.

Tore: 0:1 (FE./ 4.), 0:2 (6.), 0:3 (30.), 0:4 (35.), 0:5 (50.), 0:6 (56.), 0:7 (78.), 0:8 (80.), 0:9 (FE./ 85.).

Bereits nach vier Minuten musste SGP-Keeper Marcel Dörnemann hinter sich greifen. Ein Elfmeter ebnete den Weg für den Auswärtssieg der Münsterländer. Zwei Minuten später folgte der zweite Gegentreffer und so nahm das Unheil seinen lauf. Das 0:3 fiel nach einer halben Stunde und noch vor der Pause gab es auch das 0:4 (35.).

Immerhin nicht zweistellig

In der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Schwarz-Gelben weiter desolat. Epe machte es gut, suchte die vielen Schwachstellen in der Abwehr der Gladbecker. Und auch die individuelle Klasse der Sieger überzeugte auf der ganzen Linie: Zum Beispiel erzielte Epe-Stürmer Aleksandar Temelkov sechs Treffer (!). Auf dem Platz fielen die Tore weiter im Minutentakt. Nur nach dem zwischenzeitlichen 0:5 (56.) spielten die Preußen mal ein wenig mit. Der eingewechselte Manfred Freitag hatte noch die beste Chance für die Preußen. Sein Ball war wohl auch hinter der Linie, doch der ansonsten sehr souveräne Unparteiische verwehrte der Elf von Trainer André Marcussen den Ehrentreffer. Am Ende wurde es dann noch einmal heftig.

Nach dem Abpfiff hatte Trainer André Marcussen verständlicherweise keine Lust, der WAZ ein Statement zu geben. Vielmehr überließ er das seinem stellvertretenden Kapitän Alexander Goronczy: „Mir fehlen die Worte“, bekannte der Abwehrchef nach dem neuerlichen Debakel. Er fand schließlich aber doch noch ein paar Worte. „Lediglich die erste Elf ist Bezirksliga-tauglich, danach fehlt die Qualität“, so Goronczy. „Es ist einfach nur peinlich, dass wir in den letzten fünf Minuten nur darauf bedacht sind, nicht das zehnte Gegentor zu kassieren.“

Klassenerhalt ist unrealistisch

Mit dem Klassenerhalt sollten die Preußen nach diesem Auftritt tatsächlich nicht mehr rechnen. Alexander Goronczy: „Das Merfeld-Spiel war der Knackpunkt. Die hohen Klatschen gegen die direkten Konkurrenten sind einfach zu heftig gewesen.

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