Nichts zu holen in der Domstadt

TVG-Akteurin Nadine Waterhoff
TVG-Akteurin Nadine Waterhoff
Die TV Gladbeck Giants unterlagen zum vierten Mal in Serie DSHS SnowTrex Köln - und das glatt in drei Sätzen. Die TVG-Reserve hingegen setzte sich gegen den Detmolder TV durch.

Köln/Gladbeck.  Schon vor Anpfiff der Partie der TV Gladbeck Giants gegen die DSHS SnowTrex Köln am vierten Spieltag der zweiten Frauenvolleyball-Bundesliga Nord war klar, dass es für den TVG nicht leicht werden würde sich in der Domstadt durchzusetzen. Die Kölner Mannschaft war eindeutig in der Favoritenrolle und wurde dieser mit einem 3:0-Sieg am Samstagabend gerecht.

DSHS SnowTrex Köln -
TV Gladbeck Giants 3:0

Sätze: 25:9, 25:17, 25:19

Giants: Schepers, Schröder, A. Friedrich, Heynen, Theis, de Boer, Holzgreve, Döhnert, Castiglione, K. Friedrich, Kasselmann, Grozer, Hildebrand

Beflügelt vom Sieg gegen den TSV Bayer Leverkusen, den Meister der vergangenen Saison, wollten die Giants des TV Gladbeck auch an diesem Wochenende bei einem weiteren Spitzenteam der Liga für eine Überraschung sorgen. Die DSHS SnowTrex Köln zählt in der laufenden Meisterschaftsrunde neben der besiegten Mannschaft aus Leverkusen zu den Favoritenteams. Den Gladbeckerinnen war also bewusst, dass sie von Anfang an kämpfen müssen, um es den Kölnerinnen schwer zu machen. Doch so richtig wollte es zu Beginn der Partie nicht klappen auf Seiten des TVG. Sie fanden schwer in ihren Spielrhythmus. Die Domstädterinnen hingegen nutzten die Schwächen ihrer Gäste aus und zeigten ihre ganze Spielstärke. Schnell bauten sie sich einen Vorsprung von mehreren Punkten auf. Am Ende des Durchgangs stand es 25:9 für Köln und somit ging der erste Satz an die Gastgeberinnen.

Köln lässt einfach nicht locker

„Wir haben am Anfang keinen Fuß auf den Boden bekommen.“, analysiert TVG-Trainer Uwe Wallenhorst die Anfangsphase der Partie. Schwächen zeigten sich dabei vor allem in der Annahme. Im zweiten Satz funktionierte diese dann deutlich besser bei den Giants. Sie schafften es sich zunächst einen Punktevorsprung aufzubauen. Doch die Kölnerinnen wussten schon vor dem Spiel um die Stärke des TVG und waren gewarnt. „Köln hat es einfach geschafft über drei Sätze den Druck groß zu halten.“, so Trainer Wallenhorst. Und weiter: „Sie haben einfach nicht locker gelassen und uns die ganze Zeit gefordert.“ So gelang den Kölnerinnen in der Mitte des zweiten Durchgangs eine Aufschlagserie. Die Giants verloren erneut den Faden in ihrer Spielorganisation. Mit 25:17 ging auch dieser Satz an die Gastgeberinnen.

Lautstarkes Publikum

Anders als bei der Partie gegen Leverkusen hatten die Giants am Samstagabend das Publikum nicht auf ihrer Seite. „Es waren über 200 Leute in der Halle und diese haben von Anfang an viel Stimmung für Köln gemacht.“, sagt Uwe Wallenhorst. Mit der Unterstützung des heimischen Publikums setzte sich SnowTrex Köln auch im dritten und entscheidenden Satz durch.

TVG-Reserve siegt bei Waterhoff-Comeback

Die Reserve des TV Gladbeck konnte sich an Spieltag drei der Regionalliga-Saison mit 3:1 gegen den Aufsteiger Detmolder TV und somit auch den zweiten Tabellenplatz behaupten. Dass TVG-Trainer Enno Schulz das Kellerkind aus Detmold im Vorfeld der Partie nicht einzig nach dem Tabellenbild beurteilen wollte, stellte sich zumindest phasenweise als richtige Einschätzung heraus.

TV Gladbeck II -
Detmolder TV 3:1

Sätze: 25:19,25:8,14:25,25:14

Der dritte Satz war es, in dem die Schulz-Damen plötzlich den Faden verloren. Dabei hatten sich die TVG-Damen nach dem Gewinn des zweiten Durchgangs, so berichtet Schulz, eigens vorgenommen, es nicht so zu machen wie in der Runde zuvor gegen die Zweitvertretung Bayer Leverkusens, als man den Gegner nach 2:0-Führung noch einmal zurück ins Spiel kommen ließ. Doch genau das trat ein: Nachdem Detmold im ersten Spielabschnitt bis zum 8:8 mithielt, sich den Gladbeckerinnen dann aber mit 19:25 geschlagen geben musste und Satz zwei mit 8:25 herschenkte, ging besagter dritter Durchgang mit 14:25 verloren. „Das darf uns nicht passieren, ich hoffe, die Mannschaft lernt daraus. Bei einem Zu-Acht-Satz musst du bei der Kette bleiben.“ Genau daran erinnerte Schulz seine Damen in der Folge, schnell führte diese im vierten Satz mit 5:0, mit 25:19 schließlich wurde der dritte Sieg im dritten Spiel eingetütet.

Neben dem Ergebnis an sich freute sich Schulz besonders über das Comeback von Nadine Waterhoff, die sich vor etwas über einem Jahr beim Giants-Cup einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und als Libera über die volle Distanz zum Einsatz kam. „Nadine war sehr agil, die Freude darüber, wieder zurück zu sein, stand ihr auf dem Feld förmlich ins Gesicht geschrieben“, lobte ihr Trainer. Weiter geht es für Waterhoff und Co. erst am 9. November, wenn der SV Blau-Weiß Dingden zum Gastspiel lädt.

 
 

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