Köln gewinnt den Giants-Cup

Bei den Zweitliga-Frauen des TV Gladbeck, hier mit Jutta Hoppe (Nr. 11), gab’s noch Sand im Getriebe.
Bei den Zweitliga-Frauen des TV Gladbeck, hier mit Jutta Hoppe (Nr. 11), gab’s noch Sand im Getriebe.
Foto: WAZ
Zweitliga-Aufsteiger DSHS Snowtrex Köln gewann bei den Frauen in der Leistungsklasse I den Giants-Cup des TV Gladbeck. Die Regionalliga-Volleyballerinnen des Gastgebers belegten den sechsten Platz, Spielerin Nadine Waterhoff zog sich eine schwere Knieverletzung zu.

Gladbeck.  Die Regionalliga-Volleyballerinnen des TV Gladbeck stahlen beim Turnier um den Giants-Cup der eigenen Zweitliga-Vertretung ein bisschen die Show. Während die Zweite den sechsten Platz belegte, musste das Aushängeschild der Abteilung drei Wochen vor dem Auftakt der Zweitliga-Saison um die Ränge neun bis zwölf spielen. Das Turnier gewann Zweitliga-Aufsteiger DSHS Snowtrex Köln.

Waldemar Zaleski, der Trainer der Gladbecker Zweitliga-Mannschaft, blieb ganz gelassen: „Das darf man nicht überbewerten, für uns ging es bei dem Turnier darum, gewisse Dinge zu testen.“ Er habe viele Erkenntnisse sammeln können, beispielsweise die Erkenntnis, dass die Formation auf Wechsel noch „empfindlich“ reagiere. Ungeachtet dessen sagte Zaleski: „Mit den Ergebnissen können wir nicht zufrieden sein.“ So gab’s am Sonntag in den Platzierungsspielen 0:2-Niederlagen gegen Zweitliga-Konkurrenten Eiche Horn Bremen und gegen den Regionalligisten FdG Herne.

Der Giants-Cup begann für den Gastgeber mit einem Schock: Im ersten Spiel der zweiten Frauenmannschaft zog sich Nadine Waterhoff eine schwere Knieverletzung zu. Die Stammspielerin wurde in ein Krankenhaus gebracht und soll bereits am Montag operiert werden. Die in Kürze beginnende Saison ist für Waterhoff, die ein Kopf des TVG-Teams ist, damit bereits gelaufen. An die sportlichen Konsequenzen dachte im Lager der Blauhemden für die neue Meisterschaftsrunde am Samstag natürlich niemand. Waterhoffs Teamkolleginnen litten mit, in der Schirrmacher-Halle flossen Tränen. Auch Trainer Andreas Packeisen war, wie er später beschrieb, „offline“. Der Coach: „Ich war gedanklich ganz woanders.“

Packeisen bot der Mannschaft an, die Partie gegen die niederländischen Gäste Tornado Geesteren abzubrechen, die TVG-Auswahl wollte sie aber fortsetzen. Danach setzten sich Spielerinnen und Trainer, abseits vom Turniertrubel, auf dem Schulhof des Heisenberg-Gymnasiums zusammen. „Wir wollten bei unserem Giants-Cup Spaß haben“, so Packeisen, „wir haben am Vormittag zusammen aufgebaut und sind mit viel Dampf ins erste Spiel gegangen.“

Nicht nur Andreas Packeisen fühlte sich am Samstagmittag erinnert an das vergangene Jahr, als Katharina Friedrich, Kapitänin der Zweitliga-Mannschaft des TV Gladbeck, beim Giants-Cup Ähnliches in der ersten Satzhälfte des allerersten Spiels passierte. „Nadine lag auf einmal auf dem Boden und hat geschrien“, so Packeisen.

Ein weiterer Bericht über den Giants-Cup erscheint in der Dienstag-Ausgabe.

 
 

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