Herne-Coach Wortmann - Gegen Zweckel „Zeichen setzen“

Redaktion Gladbeck
Holger Wortmann (li.), Trainer von Westfalia Herne, will gegen den SV Zweckel unbedingt gewinnen.
Holger Wortmann (li.), Trainer von Westfalia Herne, will gegen den SV Zweckel unbedingt gewinnen.
Foto: WAZ FotoPool
Vor dem Kellerduell in der Oberliga zwischen Westfalia Herne und dem SV Zweckel präsentierte sich Hernes Trainer Wortmann sehr entschlossen.

Gladbeck/Herne.  Der Tabellenletzte empfängt den -vorletzten: Vor dem Kellerduell in der westfälischen Fußball-Oberliga zwischen Schlusslicht SC Westfalia Herne und dem SV Zweckel präsentierte sich Holger Wortmann, der Trainer der Herner, äußerst entschlossen. „Die Stunde“, betonte der 47-jährige Übungsleiter des Traditionsvereins zum „Reviersport“ (Online-Ausgabe), „hat geschlagen. Es wird ein Spiel, wo es um alles geht, da wir nun die Möglichkeit haben ein Zeichen für den Klassenverbleib zu setzen.“

Die Westfalia steht, wenn sie am Sonntag, 8. März, um 15 Uhr im Stadion Schloss Strünkede den SV Zweckel empfängt, mit dem Rücken zur Wand. Erst sechs Punkte stehen für den Tabellenletzten zu Buche. Zum Vergleich: Der SVZ als zweitschwächstes Team der Liga hat 14 Zähler auf der Habenseite. Für die Platzherren ist die Begegnung mit den Gladbeckern also ein Abstiegs-Endspiel. Wortmann: „Das Spiel wird für uns ein Sechs-Punktespiel, da uns ein mögliches Remis nicht weiterhelfen würde. Wir müssen jetzt gewinnen, damit wir den Abstand auch auf den SV Zweckel verringern können.“

Saunagang statt Training

Der SVZ dürfte auf ein verunsichertes Team treffen. Zuletzt nämlich kassierte die Westfalia wie berichtet eine 1:2-Niederlage bei der ebenfalls abstiegsbedrohten TSG Sprockhövel. Dabei hatten die Herner bis zur 89. Minute mit 1:0 geführt.

Holger Wortmann sah sich nach der kaum zu fassenden Pleite erst einmal als Psychologe gefragt. Der Trainer strich am vergangenen Montag kurzerhand die eigentlich geplante Übungseinheit und bat stattdessen zu einem gemeinsamen Saunagang. „Wir mussten“, so der Coach der Westfalia, „die Jungs nach der Niederlage wieder aufrichten. Außerdem konnten wir so in aller Ruhe uns austauschen und führten lange Gespräche über unsere aktuelle Situation.“ Das war nach dieser bitteren Niederlage wohl dringend nötig. Ein derartiges Spiel sei natürlich für die Moral alles andere als förderlich gewesen, sagte Wortmann zum „Reviersport“.