Berlin war für die Giants des TV Gladbeck keine Reise wert

Giants-Spielerin Lea Adolph schlug sich mit einem Hexenschuss herum  und kam nur bei Aufschlägen zum Zuge.
Giants-Spielerin Lea Adolph schlug sich mit einem Hexenschuss herum und kam nur bei Aufschlägen zum Zuge.
Foto: FUNKE Foto Services
Der TV Gladbeck kassierte in der Zweiten Frauenvolleyball-Bundesliga Nord eine 1:3-Niederlage beim Köpenicker SC.

Gladbeck/Berlin.  Die Giants des TV Gladbeck kassierten in der Zweiten Frauenvolleyball-Bundesliga bereits die sechste Saisonniederlage. In der Bundeshauptstadt mussten sich die Blau-Weißen in einem hart umkämpften Match schließlich dem Köpenicker SC II mit 1:3 geschlagen geben.

Köpenicker SC II -
TV Gladbeck Giants 3:1

Sätze: 25:22, 25:22, 23:25, 25:21.
Giants: Röwer, Meis, Paß, Pennekamp, Döhnert, Windham, Adolph, Marschollek, Emming, Kostorz, Friedrich.

Adolph mit Hexenschuss

Nach dem Ausfall von Außenangreiferin Cinja Tillmann folgten weitere Hiobsbotschaften für das Trainergespann Til Kittel/Enno Schulz. Anne Paß reiste zwar mit nach Berlin, sie konnte aber infolge eines Schleudertraumas, das sich die Zuspielerin bei einem Verkehrsunfall zugezogen hatte, nicht eingesetzt werden. Libera Lea Adolph laborierte an einem Hexenschuss, so dass Kittel sie nur für Aufschläge aufs Spielfeld schickte. Und Sophie Emming sowie Katharina Friedrich kämpften mit gesundheitlichen Problemen. „Die personellen Schwierigkeiten sollen keine Ausreden sein“, kommentierte Co-Trainer Schulz. „Denn es war sehr enges Match und wir hatten die Möglichkeit, es zu gewinnen.“

Obwohl es in der Schlussphase des ersten Satzes zwischen beiden Teams eng zuging, machten nicht die Giants, sondern die gastgebenden Damen die entscheidenden Punkte. Im zweiten Durchgang starteten die Gäste aus dem Ruhrgebiet vielversprechender. Zur ersten technischen Auszeit lag der TVG mit 8:5 in Führung. Köpenick holte diese aber schnell wieder auf gewann auch diesen Durchgang mit 25:22. „Wir haben sehr schleppend ins Spiel gefunden und in den ersten beiden Sätzen hat die Annahme kaum funktioniert“, so Schulz.

TVG gewinnt den dritten Satz

Im dritten Satz bewiesen die Blauhemden großen Kampfgeist. Nach und nach arbeiteten sie sich zurück ins Spiel und kamen bis auf einen Punkt an die Mannschaft aus der Hauptstadt heran. Beim Spielstand von 22:21 für Köpenick glichen die Giants aus und gingen anschließend in Führung. Mit 25:23 gewannen sie den Durchgang und verkürzten das Ergebnis nach Sätze auf 1:2.

Eng ging es dann auch in der Schlussphase des vierten Satzes zu. Zum Ende hin schaffte es die Zweitvertretung des Köpenicker SC, sich mit einigen Punkten abzusetzen. „Köpenick hatte auch einige Baustellen“, so Schulz, „aber wir konnten die Schwächen nicht genug ausnutzen.“ Mit 25:21 gewann der KSC den Satz und damit auch die Begegnung.

Die Auszeichnung als wertvollste Spielerin (MVP) der Partie dürfte Giants-Außenangreiferin Sina Kostorz, die ihre dritte Silbermedaille erhielt, nicht über die Niederlage hinweggetröstet haben.

 
 

EURE FAVORITEN