Adler-Urgestein Jenko: „Wir könnten weiter oben stehen“

Adler-Akteur Aaron Jenko (li.) ist mit dem Abschneiden der Ellinghorster in der Kreisliga A nicht zufrieden. Foto: Dirk Bauer
Adler-Akteur Aaron Jenko (li.) ist mit dem Abschneiden der Ellinghorster in der Kreisliga A nicht zufrieden. Foto: Dirk Bauer
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Die Ellinghorster Adler überwintern in der Fußball-Kreisliga A auf dem achten Tabellenplatz. Spieler Aaron Jenko, ein Urgestein des Klubs, ist damit nicht zufrieden. Wir haben nicht das umsetzen können, was wir wollten“, so Jenko.

Gladbeck.. Auf die Frage, wie Aaron Jenko, Ellinghorster Urgestein, den bisherigen Saisonverlauf seiner Adler in der Kreisliga A beschreiben würde, fällt ihm zunächst nur ein Wort ein: „Durchwachsen.“

Dann fängt er an nachzudenken. Nein, zufrieden ist Aaron Jenko mit dem derzeitigen achten Tabellenplatz nicht. „Wir haben nicht das umsetzen können, was wir wollten“, ärgert sich der Mittelfeld-Allrounder, der nicht alles schlecht reden möchte, aber doch starkes Verbesserungspotenzial in den eigenen Reihen sieht: „Wir könnten weiter oben stehen.“

Seit einem halben Jahr zieht Miguel Pereira inzwischen an der Ellinghorster Straße als Trainer die Fäden. Einiges hat sich unter der Regie des Ex-Schalkers verändert. Die von ihm verordnete Systemumstellung der Mannschaft klappt - mal mehr und mal weniger - gut. „Das braucht natürlich seine Zeit“, sagt Jenko, der damit vor allem auf das Einspielen und Funktionieren der Viererkette abzielt. „Der defensive Part muss besser werden. Wir haben viele Gegentore bekommen, das war bisher nie so“, so Jenko weiter. Deshalb gehe es nun in erster Linie darum, das „System draufzukriegen“.

An dieser Stelle muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass die Adler defensiv halbwegs ordentlich arbeiteten. Im Schnitt kassierte das Team 1,875 Gegentore pro Partie. Für das Tabellenmittelfeld der Kreisliga A geht das in Ordnung. Offensiv reißen die Ellinghorster keine Bäume aus - den 30 kassierten Treffern stehen nur 34 erzielte Tore gegenüber. Jenko geht davon aus, dass es in Zukunft besser laufen wird im Kröger Park: „Wir können alle Fußball spielen.“

Als Pluspunkt könnte sich erweisen, dass die Adler eingespielt sind und über viel Erfahrung verfügen. In Kapitän Frank Steinbock und Tom Dudde tragen zwei echte Kreisliga-Veteranen das Ellinghorster Trikot. Und auch andere Akteure sind schon lange für die Adler aktiv, zu erwähnen sind neben Jenko selbst beispielsweise Dennis Goronczy, André Nowak und Manuel Schulz.

„Wir müssen eine Serie starten“, fordert Jenko, der sich in der Rückrunde konstanter präsentieren möchte. Es fehle häufig an der notwendigen Konzentration. So auch im Spiel gegen Beckhausen, als man den Gegner 45 Minuten lang dominierte und zwei Mal führte. Am Ende gab es jedoch eine verdiente 2:4 Niederlage, weil man nach dem Seitenwechsel einfach aufhörte, Fußball zu spielen. „So etwas darf nicht passieren“, sagt Aaron Jenko.

Persönlich freute er sich über den Derbysieg gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn Wacker Gladbeck - und das aus zwei Gründen. „Erstens haben wir gewonnen und zweitens habe ich nach langer Zeit mal wieder ein Tor geschossen“, sagt Jenko grinsend, der zum Jahresabschluss gleich sogar einen Doppelpack schnürte.

Gegen Ende der Saison schafften es die Adler bereits, konstanter aufzutreten. In den letzten vier Spielen ging man immerhin dreimal als Sieger vom Platz.

So soll und werde es auch weiter gehen, verspricht Aaron Jenko: „Wir werden besser Fußball spielen.“ Das Saisonziel zu erreichen - Platz fünf - sei nach wie vor möglich. Aaron Jenko möchte aber gerne höher hinaus. Er weiß aber, dass das in dieser Saison wohl nichts mehr wird: „Dafür ist schon zu viel danebengegangen. Jetzt gilt es, Rang fünf zu erreichen.“

 

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