0:3 - Giants sind chancenlos

Jil Döhnert (li.) und Meike Schepers kämpften letztlich vergeblich. Gegen Köln verlor der TVG mit 0:3.
Jil Döhnert (li.) und Meike Schepers kämpften letztlich vergeblich. Gegen Köln verlor der TVG mit 0:3.
Foto: WAZFotoPool
In der 2. Frauenvolleyball-Bundesliga verloren die Giants des TV Gladbeck ihr Saison-Heimdebüt gegen DSHS Snowtrex Köln glatt mit 0:3. Vor allem die Annahme des TVG erwies sich als Schwachpunkt.

Gladbeck.  Keine Chance für die Giants: Gegen den Aufsteiger DSHS Snowtrex Köln verlor der TV Gladbeck mit 0:3 und war von der Normalform weit entfernt.

TV Gladbeck Giants -
DSHS Snowtrex Köln 0:3

Sätze: 22:25, 27:29, 19:25.
TVG: Schepers, K. Friedrich, van Koot, Hoppe, Döhnert, Holzgreve, Werchner, Theis, de Boer, Gastens, A. Friedrich

„Im Volleyball gibt es keine Überraschungen.“ An dieses Mantra glaubt Waldemar Zaleski. Die vergangene Woche aber hat dem Trainer der Giants das Gegenteil bewiesen. Und zwar schmerzhaft. Zuerst musste sich der Zweitligist die peinliche Blöße geben, im Pokal satzlos am Oberligisten Sorpesee zu scheitern. Und beim ersten Ligaheimspiel gegen Köln waren die Gladbeckerinnen ebenfalls weit entfernt davon, das Spiel zu ihren Gunsten zu gestalten. Überraschend daran ist nicht die Niederlage. Denn die Domstädter schätzte man als gleichwertig ein. Überraschend war, dass diese Gleichwertigkeit nicht existierte: „Von 50:50 kann hier keine Rede sein“, sagte Zaleski. Er meinte: Der TVG war nicht auf Augenhöhe.

Dabei begann die Partie, wie sie sich das wünschen in Gladbeck. Katharina Friedrich, die Kapitänin, punktete zum 1:0. Danach lief wenig für die Heimmannschaft. Die sehr gut organisierten Gäste hätten, so der Gladbecker Trainer, aggressiv angegriffen, stark geblockt werden müssen. Das klappte kaum, vielmehr nahm Köln dem TVG sein schnelles Spiel und damit die Möglichkeiten.

Der tiefere Grund: die Annahme. „Darauf lässt sich alles zurückführen“, erklärte Zaleski, der mitansehen musste, wie geschickte Aufschläge und Angriffe des Aufsteigers die Annahme um Libera Kerstin Werchner mit massiven Problemen konfrontierten. Dass die Annahme die große Baustelle ist, wissen sie seit langem beim TVG.

Eine neue Baustelle ist das Personal, zumindest laut Zaleski. „Wir können die Ausfälle im Moment nicht kompensieren“, ärgerte er sich. In Dora Grozer fehlte krankheitsbedingt eine Spielerin, in die viele in Gladbeck große Hoffnungen setzen. Die angeschlagene Libera Fabienne Kroos fehlte und hätte der arg verunsicherten Annahme vermutlich deutlich mehr Halt geben können.

Nun ist es aber nicht so, dass die Giants sich nicht wehrten. Gerade im umkämpften zweiten Satz spielten sie ordentlich, hatten zwei Satzbälle. „Sehr gut“, lobte der Trainer. Doch die wenigen starken Phasen und Momente reichten eben nicht, um die Gäste aus der Ruhe zu bringen.

 
 

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