YEG Hassel ist die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen

Faruk Gülgün (r.) erzielte in Emsdetten die 1:0-Führung. Sein Teamkollege Ridvan Güleryüz (l.) legte nach 30 Minuten das 2:0 nach
Faruk Gülgün (r.) erzielte in Emsdetten die 1:0-Führung. Sein Teamkollege Ridvan Güleryüz (l.) legte nach 30 Minuten das 2:0 nach
Foto: Joachim Kleine-Büning

Emsdetten..  YEG Hassel gehört ab sofort zur Crème de la Crème im Gelsenkirchener Amateurfußball. Der erst vor 22 Jahren gegründete Klub mit den türkischen Wurzeln hat zwei Jahre nach dem Aufstieg in die Landesliga nunmehr den Durchmarsch in die Westfalenliga geschafft. Dort messen sich die Grün-Weißen in der kommenden Saison voraussichtlich mit dem Nachbarn SC Hassel und mit dem SV Horst 08.

Die nur noch rechnerisch vorhandenen Zweifel am erstmaligen Sprung in die sechsthöchste Spielklasse beseitigte YEG Hassel am fünftletzten Spieltag durch einen ungefährdeten 3:0-Sieg bei der SpVg Emsdetten 05. „Man hat merken können, dass wir eine Mannschaft als Gegner hatten, die keinerlei Ambitionen und Spannung mehr besaß“, urteilte YEG-Trainer Halit Hoyladi über den Tabellenneunten.

Es war ihm egal, dass seiner Mannschaft der letzte Schritt zum Aufstieg so leicht gemacht wurde. Faruk Gülgün legte mit seinem Tor in der 21. Minute den Grundstein zum Sieg. Die Vorarbeit kam von Kadir Mutluer, der sich auch bei den beiden anderen Treffern den Scorer-Punkt verdiente. Er legte das 2:0 durch Ridvan Güleryüz vor (30.) und auch das 3:0 durch Ali Serhan (69.).

Die letzten Minuten wurden souverän und solide heruntergespult und gingen im Jubel der mitgereisten Fans unter. Die ganz große Sause soll dann am Pfingstmontag rund um das Heimspiel gegen den SV Mesum starten. „Wir werden einiges auf die Beine stellen“, verspricht Halit Hoyladi. Der Eintritt ist frei, um Neugierige an den Lüttinghof zu locken. Die Jugendabteilung wird komplett vor Ort sein und dokumentieren, dass YEG Hassel ein großes Ganzes bildet, obwohl die Mannschaften auf insgesamt drei Sportanlagen verteilt sind.

Wenn eine Mannschaft bereits vier Spieltage vor dem Saisonende als Meister feststeht, erübrigt sich die Frage, ob der Titelgewinn verdient ist. „Diese Entwicklung haben wir selbst nicht erträumen können“, sagt Halit Hoyladi. „Ich ordne den Meistertitel angesichts unserer begrenzten finanziellen Mittel und der Trainingsmöglichkeiten, die in den letzten Jahren nicht besser geworden sind, sehr hoch ein.“

YEG Hassel betritt in der Westfalenliga absolutes Neuland und freut sich darauf. „Wir werden uns sicherlich weiter verstärken“, kündigt Halit Hoyladi an. Auf einen Zugang freut er sich ganz besonders: auf Oktay Güney, der ihm nach Ablauf einer achtmonatigen Sperre bald wieder zur Seite stehen darf.

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