Wo Turnen plötzlich jede Menge Spaß macht

Alles im Griff bei der Gelsenkirchener Stadtmeisterschaft der Turnerinnen, selbst am schwierigen Stufenbarren.
Alles im Griff bei der Gelsenkirchener Stadtmeisterschaft der Turnerinnen, selbst am schwierigen Stufenbarren.
Foto: Michael Korte
Fast 100 Turnerinnen im Alter von sechs bis 26 Jahren kämpften in 19 Riegen um die Gelsenkirchener Stadtmeisterschaft. Der TB Beckhausen und der TV Westfalia Buer holten gleich zwei Titel.

Erle..  Turnen soll nicht mehr gefragt sein? Schlimme Erinnerungen an die Bundesjugendspiele? Quälerei durch den Sportlehrer?

Dummes Zeug, denn bei der Gelsenkirchener Stadtmeisterschaft für Mannschaften im Geräteturnen blieb in Erle wenig Platz in der Halle an der Oststraße. Fast 100 Turnerinnen im Alter von sechs bis 26 Jahren waren in 19 Riegen an den Geräten, volle Ränge mit Eltern und Familien, dazu ein Showprogramm der Mädchen vom BC Erle: Turnen kann also doch ziemlich viel Spaß machen.

Besonders beim TB Beckhausen, denn der Verein räumte ordentlich ab. Bei den Jahrgängen 2001 und älter setzte sich die Erfahrung an Schwebebalken und Stufenbarren durch. Mit ihren 26 Jahren war Theresa Nahberger nicht nur die älteste Turnerin, sondern auch die punktbeste Teilnehmerin. Mit ihrer Bodenübung, am Schwebebalken, am Stufenbarren und beim Sprung sammelte sie 63,80 Punkte, Bestleistung des Tages!

Da auch Isabel Marks (61,00), Vanessa Bazant (58,20), Jennifer Kuhn (58,10) und Stefanie Vollmer (55,40) starke Vorstellungen zeigten, siegte die Riege des TB Beckhausen in der Klasse der ältesten Turnerinnen mit 241,30 Punkten verdient vor dem BC Erle (239,10) und dem TC Gelsenkirchen (232,30).

Der buchstäblich lachende Dritte

Bei den Jahrgängen 2002 bis 2003 war die Luft dünn, denn es waren nur drei Riegen am Start. Der TB Beckhausen war dabei buchstäblich der lachende Dritte und räumte mit 221,20 Punkten direkt den zweiten Stadtmeister-Titel vor den beiden Riegen des BC Erle ab.

Dafür wurde es dann in der folgenden Jahrgangsstufe der Jahrgänge 2004 bis 2006 eng, denn an den Geräten mussten sich die Mädchen anstellen: Gleich sieben Riegen gingen an den Start.

Und: Die Favoritinnen siegten. Die Riege des TV Westfalia Buer, die derzeit auch im Turngau Münsterland für Furore sorgt, holte sich mit Neele Feder, Lina Feder, Jule Dahlmann, Pauline Buck und Franziska Rupieper den Stadtmeistertitel vor dem TC Gelsenkirchen und der zweiten Riege vom eigenen Verein TV Westfalia Buer. Mit 57,90 und 57,60 Punkten erturnten Neele und Lisa Feder dabei die beiden besten Ergebnisse.

Aufregung bei den Jüngsten

Bei den jüngsten Turnerinnen des Tages, den sechs bis achtjährigen Mädchen, war die Aufregung besonders groß, doch mit Omas Zuspruch von der Tribüne ging es: „Komm’ meine Kleine, du machst das doch wirklich wunderbar.“ So funktionierte es, und am Ende siegte bei den Jüngsten wiederum die Riege des TV Westfalia Buer vor dem BC Erle und dem TB Beckhausen.

 

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