Westfalenliga-Äquator teilt Gelsenkirchen

Meisterschaftsduelle zwischen dem SC Hassel und dem SV Horst 08 wird es in der neuen Westfalenliga-Saison nicht geben.
Meisterschaftsduelle zwischen dem SC Hassel und dem SV Horst 08 wird es in der neuen Westfalenliga-Saison nicht geben.
Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen..  Der Verbands-Fußball-Ausschuss des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) hat die Einteilung der überkreislichen Fußball-Staffeln vorgenommen. In einer mehrstündigen Sitzung gruppierte das Gremium die Mannschaften der Westfalen-, Landes- und Bezirksligen in die jeweiligen Staffeln ein. Für die Gelsenkirchener Vereine in der Westfalenliga gab es eine Überraschung.

„Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch diesmal versucht, die Wünsche der Vereine bestmöglich zu berücksichtigen. Das ist uns in rund 90 Prozent aller Fälle auch gelungen“, sagt Reinhold Spohn, Vorsitzender des Verbands-Fußball-Ausschusses. Mithilfe mehrerer quadratmetergroßen Karten wurden Vereine und Staffeln geografisch abgesteckt. „An die Grenzfälle sind wir sehr sensibel herangegangen, sodass wir hoffentlich für alle Vereine eine zufriedenstellende Lösung präsentieren können“, so Spohn.

Der SC Hassel wird in der neuen Saison nicht mehr in der Staffel 2 der Westfalenliga antreten. Durch Auf- und Abstiege bedingt hat sich der „Westfalenliga-Äquator“ nach Süden verschoben und teilt Gelsenkirchen nun in zwei Teile. Der Tabellendritte der abgelaufenen Spielzeit muss nun zusammen mit Aufsteiger YEG Hassel in die Staffel 1. In Staffel 2 verbleibt der SV Horst 08, der sich auf weitere Duelle mit dem DSC Wanne-Eickel und auf neue Derbies mit Oberliga-Absteiger Westfalia Herne freut. Die Null-Achter, die am Sonntag um 11 Uhr ihr erstes Testspiel gegen den Regionalligisten FC Kray bestreiten (Auf dem Schollbruch), sind mit der Einteilung nicht unzufrieden. Nur ein Punkt stört Trainer Jörg Krempicki: „Dass der SC nicht mehr dabei ist, finde ich schade. Das waren Spiele mit toller Zuschauerresonanz und Derbycharakter. Das wird mir fehlen.“

Dem kann sein Hasseler Trainerkollege Thomas Falkowski nur zustimmen: „Die Derbies gegen Horst werden auch uns fehlen. Die Staffel 1 ist für uns sicher nicht attraktiver, aber wir müssen das jetzt hinnehmen.“ Die Hasseler Saisonziele bleiben von der Umgruppierung unberührt: „Ob es jetzt leichter oder schwerer wird, kann ich nicht sagen“, sagt Falkowski. Der 32-Jährige hofft aber auf viele Naturrasenplätze im Norden. Der SC kassierte in der zurückliegenden Spielzeit sieben Niederlagen auf auswärtigen Kunstrasenplätzen.

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