Sieg über den BVB - Schalkes A-Junioren im Stile der Bayern

Titel verteidigt: Die Schalker A-Junioren sicherten sich durch ein 1:0 über Borussia Dortmund die Meisterschaft.
Titel verteidigt: Die Schalker A-Junioren sicherten sich durch ein 1:0 über Borussia Dortmund die Meisterschaft.
Foto: WAZ
Vier Spieltage vor Ende der Saison ist das Team von Trainer Norbert Elgert bereits Westdeutscher Meister durch einen hochverdienten 1:0-Sieg über Borussia Dortmund. Tammo Harder wechselt zu den Schwarz-Gelben.

Ückendorf.. Am Ende gab es wieder das schon vertraute „Plöpp“ aus vielen Flaschenhälsen. So schnell, wie die Prosecco-Magnumflaschen geköpft waren, hatte sich Schalkes U19 auch die mitgebrachten T-Shirts übergestreift: „Westdeutscher Meister. S04-U19-Pitbullrudel“, stand da zu lesen. Ach ja, und der Derbysieg, so ganz nebenbei: Knapp, aber hochverdient mit 1:0 besiegte das Team von Erfolgstrainer Norbert Elgert den schwarz-gelben Nachbarn. Und dann wurde der Schweiß mit prickelndem Nass weggespritzt. Natürlich bekam auch der Trainer sein Fett weg. Erst war die Frisur hin, dann gab es die Ganzkörperdusche. „Heute dürfen sie das, die ganze Anspannung muss raus“, zeigte sich Elgert wie gewohnt milde im Erfolg.

FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Marcel Sobottka (68.).

FC Schalke 04: Leifhelm, Friedrich, Ayhan, Hedlund, Sönmez, Sobottka, Gökyar, Borgmann, Meyer, Bodenröder (62. Krempicki), Harder (70. Omerbasic).

Zuschauer: 1200

Die Verantwortlichen standen schon ein bisschen staunend im Hintergrund der Jubelfeierlichkeiten, der eine oder andere wunderte sich über die rasante Entwicklung in diesem Team, das Anfang der Saison noch nichts Meisterliches ausstrahlte. Wie auch, wo doch drei Viertel des Vorjahresteams ausgetauscht werden musste. „Sie ist anders als ihr Vorgängerteam. Ob sie so stark ist? Man wird es sehen“, hält sich der Trainer mit Vergleichen noch zurück. Am 13. und 18. Juni in den beiden Halbfinalspielen gegen den Nordvertreter – höchstwahrscheinlich wieder der VfL Wolfsburg – wird man mehr wissen, ob man das Finale am 23. Juni erneut erreichen kann.

Reif genug scheint die Mannschaft, was sie gestern, beim entscheidenden letzten Schritt ins vorläufige Ziel auch noch einmal unterstrich. Denn der Derbygegner wurde die erwartet harte Nuss. „Kollege Sascha Eickel hatte sein Team hervorragend eingestellt und uns alles abverlangt, es war das erwartete Geduldsspiel“, verteilte der königsblaue Coach ein Kompliment an sein Gegenüber, auch wenn es am hochverdienten Sieg für die Platzherren vor ansprechender Kulisse zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel gab. Die Schalker belagerten die BVB-Hälfte von Beginn an, demonstrierten Ballbesitz-Werte wie Barcelona und ließen sich auch von verpassten Chancen nicht entmutigen. Zweimal hätte Tim Bodenröder schon vor der Pause die Weichen auf Titel stellen können, einmal war Torhüter Cedric Wilmes den Tick schneller mit der Faust am Ball, beim zweiten Mal hatte er den Ball am Keeper schon vorbeigespitzelt, doch wurde er noch von einem Abwehrspieler von der Linie gekratzt.

Krempicki hat das 2:0 auf dem Fuß

So musste ein Standard in der 68. Minute herhalten: Freistoß Kaan Ayhan, und diesmal ist der zweikampfstarke Marcel Sobottka mit dem Kopf zur Stelle: 1:0. Der eingewechselte Connor Krempicki hätte nach 77 Minuten fast das beruhigende 2:0 nachgelegt, doch sein Schuss landete am Außenpfosten.

Zu diesem Zeitpunkt war Stürmer Tammo Harder schon nicht mehr mit von der Partie, der unter großem Protest Adis Omerbasic weichen musste. Harder hätte wohl gerne noch für seinen neuen Verein nachgelegt, denn nach Ablauf der Saison wechselt er die Farben. „Sein Vertrag läuft aus und die Verlockung, in der dritten Liga für BVB II aufzulaufen, war wohl zu groß“, so Oliver Ruhnert, der sportliche Nachwuchsleiter der Schalker.

 
 

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