Schalkes Fuchs ist vor dem Endspiel um die Königsklasse ratlos

Ojemine! Christian Fuchs, Michel Bastos, Jefferson Farfán und Klaas-Jan Huntelaar. Am Samstag haben die Schalker ein Endspiel in Freiburg.
Ojemine! Christian Fuchs, Michel Bastos, Jefferson Farfán und Klaas-Jan Huntelaar. Am Samstag haben die Schalker ein Endspiel in Freiburg.
Foto: WAZ
Bei Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 herrscht nach der 1:2-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart Ratlosigkeit. Auch Christian Fuchs kann den schrecklichen Auftritt nicht erklären. Woran es gelegen hat? "Das wissen wir selbst nicht", sagt der Kapitän des österreichischen Nationalteams.

Gelsenkirchen. Es hätte einfacher und entspannter sein können, wenn der FC Schalke 04 am vergangenen Samstag den VfB Stuttgart geschlagen und den vierten Bundesliga-Platz, den Rang für die Champions-League-Qualifikation, sicher gehabt hätte. „Wir hätten eine schöne Woche haben können, und dann hätte sich jeder gefreut“, sagt Christian Fuchs am Dienstagnachmittag nach dem Training, das Raffael nur zum Teil miterlebt hat, weil er im Stau gestanden hat. „Jetzt haben wir ein Hopp-oder-top-Spiel, und daran sind wir selbst schuld.“ Um sicher zu gehen, müssen die Königsblauen am Samstag beim einen Punkt schlechter platzierten SC Freiburg gewinnen. Auf Platz sechs lauert – drei Zähler und vier Tore schlechter – noch Eintracht Frankfurt.

Fuchs lobt Freiburg und Christian Streich

Es ist auch in der Schalker Mannschaft kein Geheimnis, dass der Auftritt beim 1:2 gegen den VfB bis auf die ersten zehn Minuten schrecklich war. „Aber wir haben die Fehler analysiert und uns das Spiel noch mal kurz angeguckt“, sagt der Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft. Und woran hat es nun gelegen, dass sich die Königsblauen in einer so wichtigen Partie so uninspiriert präsentiert haben? „Das wissen wir selbst nicht“, sagt Christian Fuchs und will auch nicht den Druck, der auf dem Team gelastet habe, verantwortlich machen. „Da hatten wir schon andere Situationen, in denen der Druck größer war“, sagt der 27-Jährige.

Überhaupt nicht überraschend ist für Christian Fuchs, dass ihn und seine Mannschaftskameraden das letzte Saisonspiel zum Tabellenfünften führt. „Die Freiburger haben in der vergangenen Saison schon guten Fußball gespielt“, sagt Schalkes Nummer 23 und weiß auch, warum. „Trainer Christian Streich macht einen sehr guten Job“, sagt der linke Verteidiger, der gegen Stuttgart wegen der Innenband-Verletzung des 19-jährigen Sead Kola­šinac in die Startelf zurückgekehrt ist.

Fuchs: "Wir müssen jetzt erst mal Vierter werden"

Dort würde Christian Fuchs auch gerne bleiben. „Ich bin ganz, ganz bescheiden“, sagt er aber und will – gerade vor dieser enorm wichtigen Partie beim SC Freiburg – gar nicht über seine Position und seine Gefühle reden. „Wir müssen jetzt erst mal Vierter werden, und dann sehen wir weiter“, sagt er, betont aber doch, dass er sich der Konkurrenz stellen wolle, zumal er noch einen Vertrag bis 2015 habe. „Da bin ich nicht so“, sagt Christian Fuchs, „dass ich gleich flüchte.“

Bis zum Anpfiff am Samstag um 15.30 Uhr im Mage-Solar-Stadion werden noch einige Worte fallen, und es wird sicherlich kein Schalker Spieler dabei sein, der nicht behauptet, dass er davon überzeugt sei, die Saison auf Rang vier zu beenden. „Wir haben eigentlich eine sehr gute Rückrunde gespielt“, erzählt Christian Fuchs. „Da wäre es schon sehr, sehr bitter, den vierten Platz am letzten Spieltag abzugeben. Das wäre eine harte Pille, die wir schlucken müssten. Wir müssen noch mal richtig aufs Gaspedal drücken und sollten nach Freiburg fahren, um zu gewinnen.“ Und nicht, um es auf ein Unentschieden anzulegen.

Im Hinspiel am 15. Dezember 20012 hatten die Schalker in der Veltins-Arena trotz ihrer 1:0-Führung dank eines Treffers von Jefferson Farfán eine 1:3 (1:2)-Niederlage gegen den SC Freiburg kassiert und anschließend ihren jetzigen Trainer erhalten: Jens Keller als Nachfolger von Huub Stevens. Die bisherige Rückrunden-Bilanz des 42-Jährigen, der die Königsblauen damals auf Rang sieben übernommen hat, sind acht Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen.

 
 

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