Schalker Abschied mit Wehmut und Meister-Pokal

Trainer Raphael Wilder (Mitte) mit dem Meister-Pokal uind seinen Jungs beim Abschied nach dem Sieg von den eigenen Fans.
Trainer Raphael Wilder (Mitte) mit dem Meister-Pokal uind seinen Jungs beim Abschied nach dem Sieg von den eigenen Fans.
Foto: Funke Foto Services
Die Regionalliga-Basketballer des FC Schalke 04 verabschiedeten sich mit einem 85:63-Heimsieg gegen Wulfen und dem Meister-Pokal von ihren eigenen Fans. Am Samstag folgt das letzte Saisonspiel bei den Elephants in Grevenbroich.

Gelsenkirchen..  Der 85:63-Sieg der Basketballer des FC Schalke 04 gegen den Tabellenletzten BSV Wulfen war nie in Gefahr. Nach dem letzten Heimspiel der Saison regnete es blau-weiße Konfetti in der Halle, Trainer Raphael Wilder hielt den Pokal für den Meister der Regionalliga in den Händen, und die 1000 Zuschauer standen auf der Tribüne und applaudierten.

Es war ein schöner Moment, und es war ein trauriger Moment. Denn die Mannschaft, die in den vergangenen Wochen wie aus einem Guss auftrat, Freude vermittelte und auch noch ihre Spiele gewann, wird auseinander gehen müssen. Auf den Aufsteiger in die 2. Liga Pro B warten neue Regeln. Da in Zukunft immer mindestens drei deutsche Spieler auf dem Parkett stehen müssen, wird sich der Ausländer-Anteil im Team verringern.

„Es zerreißt mir das Herz, dass es diese Mannschaft so bald nicht mehr geben wird“, sagt Trainer Wilder. „Einfach nur ein grandioses Team.“

Am kommenden Samstag steht das letzte Spiel der Saison bei den Elephants in Grevenbroich an, in dem es für beide Vereine um nichts mehr geht. „Mir völlig egal, wer gewinnt“, so Wilder. „Wir können jetzt die Spannung rausnehmen. Obwohl es gerade so gut läuft, dass ich mir wünsche, die Saison würde gerade erst anfangen. Normalerweise ist jeder froh, wenn nach einer langen und harten Saison die Sommerpause kommt. Wir sind eher traurig darüber.“

Nach dem Sieg gegen Wulfen und der offiziellen Meister-Ehrung mit Pokal-Übergabe verschwand die Mannschaft kurze Zeit später aus der Halle: Der Verein hatte alle Spieler zum Essen eingeladen. In einer Rede bedankte sich Forward Nikita Khartchenkov, der bereits bei elf Klubs gespielt hat, bei Trainer Wilder. „Ich habe schon viele Stationen in meiner Karriere hinter mir, aber diese Saison war eine der schönsten, die ich jemals erlebt habe. Wirklich alle haben für den Erfolg zusammengehalten, das gibt es wirklich nicht so oft.“

Die Belohnung folgt nun in dieser Woche, die Mannschaft soll die letzten gemeinsamen Tage genießen. Nur am Donnerstag wird ein Basketball-Training auf dem Programm stehen. Am Montag wird die eigentliche Trainingszeit für Fußball in der Halle genutzt, Dienstag ist frei, für Mittwoch haben die Basketballer eine Bowlingbahn reserviert, und am Freitag gehen sie zum Bundesliga-Fußball: Schalke gegen Borussia Mönchengladbach.

Vertragsgespräche bis Ende März

„Man hat mir gesagt, dass die Schalker gerne mal einen Meister in der Arena haben würden“, sagt Wilder. „Da kommen wir doch gerne mal vorbei.“ Im Erfolg fallen die Scherze naturgemäß leicht.

Danach wird es dann aber auch für die Basketballer wieder ernst: Die Abteilung wählt am 19. März einen neuen Vorstand, und dann wird es Zeit, das neue Team aufzubauen. „Ob ich dann als Trainer dabei bin, weiß ich noch nicht“, so Wilder. „Das werden die Gespräche bis Ende des Monats ergeben.“

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