Schalke spielt mit Leidenschaft und Verstand

Schalke schafft sich in die obere Hälfte der Tabelle, aber der Favorit aus dem Revier wirkte in vielen Phasen ziemlich lustlos, die Spieler von Markus Weinzierl blieben im Heimspiel gegen Darmstadt 98 deutlich unter der eigenen Leistungsgrenze. (Frankfurter Rundschau)

Die Berichterstattung spricht zu Recht vom Schalker „Dusel“ (Bild) und umgekehrt von einer „Schalke-Pleite“ für die Lilien (Hessenschau). Die Gelsenkirchener hatten gegen den kriselnden Abstiegskandidaten deutlich mehr Probleme als erwartet.

Obwohl die Knappen derzeit eine „Erfolgsgeschichte“ (Bild) schreiben, die auch gegen Darmstadt ihre Fortsetzung fand, analysiert die Frankfurter Rundschau, dass es ein Sieg des „alten Schalke“ war. Statt einer guten Mannschaftsleitung kamen die Knappen vor allem über den Faktor der individuellen Überlegenheit zum Erfolg. Nach der eigenen Führung schaltete Königsblau in den Verwaltungsmodus und tat nicht mehr als nötig. (Kicker)

Für Spiegel online ist das „paradoxerweise eher als Ausdruck der Stärke denn als Zeichen der Schwäche der Königsblauen zu sehen. Markus Weinzierl ist endgültig auf Schalke angekommen: Die Gelsenkirchener spielen in dieser Saisonphase eben nicht mehr nur mit Leidenschaft, sondern auch mit viel Verstand. Schalke erlag nicht der Versuchung, in die Euphorie des Führungstreffers hinein den Druck zu erhöhen - und das Risiko einzugehen, sich auskontern zu lassen.“

Die beiden offensivstarken Flügelverteidiger Alessandro Schöpf und auch Sead Kolasinac sorgen regelmäßig für Gefahr in des Gegners Hälfte. Eine weitere Erklärung für die starke Serie: Der Schalker Kader hat hohe Qualität auch über die jeweilige Startelf hinaus.

Am kommenden Samstag kommt es dann zum Topduell zweier Mannschaften, deren Selbstbewusstsein derzeit grenzenlos scheint… Auf der einen Seite Schalke, auf der anderen Spitzenreiter RB Leipzig. Um 18.30 Uhr wird das Topspiel des 13. Spieltags in Leipzig angepfiffen.

 
 

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