Schalke siegt, ist aber nicht zufrieden

Trainer Raphael Wilder (links) warnte vergeblich: Bei seiner Truppe schlich sich gegen Wulfen der Schlendrian ein.  Foto Services
Trainer Raphael Wilder (links) warnte vergeblich: Bei seiner Truppe schlich sich gegen Wulfen der Schlendrian ein. Foto Services
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Die Basketballer vom FC Schalke 04 bleiben durch den 76:67-Sieg beim BSV Wulfen in der Regionalliga oben dran. Zufrieden war Trainer Raphael Wilden mit der Leistung aber nicht.

Dorsten..  Dem Gala-Auftritt in Salzkotten folgte Magerkost zum Alltag. Aber immerhin: Die Basketballer des FC Schalke 04 landeten in der 1. Regionalliga den zweiten Auswärtssieg innerhalb einer Woche. „Wir haben nicht gut gespielt, aber trotzdem gewonnen. Wir haben nicht zu unserer Leistung gefunden“, stellte Schalkes Head-Coach Raphael Wilder nach dem 76:67 beim BSV Wulfen mit gemischten Gefühlen fest.

Uneingeschränkte Freude bereitete ihm dagegen die Nachricht vom 97:88-Sieg der BG Hagen im Gipfeltreffen bei den WWU Baskets in Münster. „Das zeigt, wie stark Hagen in dieser Saison ist“, so Raphael Wilder. Sein Team liegt jetzt gemeinsam mit diesen beiden Kontrahenten mit jeweils neun Siegen und drei Niederlagen vorne in der Tabelle ganz eng zusammen.

Wie ein echter Titelaspirant spielten die Schalker am Samstag in der Sporthalle der Wulfener Gesamtschule allerdings nur im ersten Viertel. Sie legten ein 25:13 vor, was sich aber nicht vorteilhaft auf die Restspielzeit auswirkte. Raphael Wilder hatte im Vorfeld vor den Wulfenern gewarnt. Seine Akteure rätselten nach den ersten zehn Minuten wohl, warum er das getan hatte. Mit dieser Einstellung eröffneten sie die letzte halbe Stunde - was beinahe ins Auge gegangen wäre.

Auch Neuzugang Cook schwach

Das zweite und dritte Viertel konnten die Wulfener jeweils knapp für sich entscheiden. Im Schlussviertel zogen die Königsblauen wieder auf 72:57 davon, aber ein 10:0-Lauf des Gastgebers machte die Angelegenheit in den letzten Minuten noch einmal spannend.

Raphael Wilder übte nach dem 76:67 leise Selbstkritik, beklagte vor allem die geistige Müdigkeit seiner Jungs. „Ich habe es nicht geschafft, die Mannschaft auf ein schwieriges Spiel einzustellen“, meinte er. „Nach dem guten ersten Viertel hat sie nur noch versucht, die Partie zu verwalten. Das kann in die Hose gehen.“

Mit der Defense war er einverstanden, auch mit den individuellen Leistungen von Nikita Khartchenkov und Andrius Mikutis. Ansonsten? „Hatten wir Ballverluste en masse, haben keine guten Systeme gespielt und waren nicht konzentriert genug. Mit Ausnahme des ersten Viertels haben wir katastrophal gespielt“, kritisierte Raphael Wilder, der auch Ashanti Cook nicht ausklammerte. „Dieser Auftritt war ein Spiegelbild der Trainingsleistungen unseres Teams in der Woche nach dem Hammerspiel in Salzgitter.“

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