Schalke brennt auf Wiedergutmachung

Marcel Mackowiak und der FC Schalke 04
Marcel Mackowiak und der FC Schalke 04
Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen..  Die Landesliga-Saison geht auf die Zielgerade. Gleichauf mit Spitzenreiter TuS Bommern und mit minimalem Vorsprung auf den HC Heeren-Werve rechnet sich der FC Schalke 04 beste Chancen auf den Aufstieg in die Verbandsliga aus. Gegner und Gast ist heute der Tabellenvorletzte SG Handball Hamm (19.30 Uhr, Schürenkamp). Der 16. Sieg im 18. Saisonspiel wird für Königsblau eigentlich zur Pflichtaufgabe. Das war aber auch schon in der Hinrunde so. Und damals erlebte Schalke ein blaues Wunder.

35:35 zeigte die Anzeigentafel nach 60 Spielminuten. Für Schalke war es der erste vergebene Punkt für Hamm der erste gewonnene Punkt in der Landesliga überhaupt. „Das war unsäglich, wir sind permanent hinterher gelaufen“, erinnert sich Ralf Anischewski und ergänzt: „Mit dem Punkt waren wir sogar noch gut bedient. Hamm hätte den Sieg verdient gehabt.“ Schalkes Trainer ärgerte sich damals über eine viel zu passive Deckung, die es dem Gegner leicht machte, 35 Tore zu erzielten. Das gelang im bisherigen Saisonverlauf keiner zweiten Mannschaft gegen Schalke.

Schalke nahm das Positive aus der Niederlage mit: Die Erkenntnis, dass einem Siege nicht allein deshalb zufliegen, weil man die besseren Handballer aufs Spielfeld schickt. Jetzt, vor dem Rückspiel gegen Hamm, sagt Anischewski: „Heute sind wir unseren Aufstiegskonkurrenten vielleicht sogar im Vorteil, denn wir haben unsere Lektion schon hinter uns.“

Das aber müssen die Schalker heute erst noch beweisen. Von der Form her sollte dem 16. Schalker Saisonsieg wenig im Wege stehen. Das Team schaut auf eine beeindruckende Serie von 12 Pflichtspielsiegen in Serie. Die Harmonie im Team stimmt, auch personelle Engpässe konnten zuletzt immer wieder geschickt ausgeglichen werden. „Die Breite unseres Kaders zahlt sich in der momentanen Situation aus“, sagt Ralf Anischewski, der am Samstag dazu gezwungen ist, drei Rückraumspieler zu schonen. Matthias Bober, Philipp Krabusch und Jens Rosenbaum sind angeschlagen. Anischewski möchte auf ihren Einsatz - wenn möglich - komplett verzichten.

Auch mit Blick auf die heißen Wochen, die dem FC Schalke 04 noch bevorstehen. Schon am kommenden Spieltag, am 7. März, steigt beim TuS Bommern das Spitzenspiel, das für eine Mannschaft schon das Ende aller Aufstiegshoffnungen bedeuten könnte. Im Anschluss warten Herbede, Hombruch und Heeren-Werve auf den FC Schalke. „Wir versuchen uns natürlich ganz auf das Spiel gegen Hamm zu konzentrieren, aber ich würde lügen, wenn ich behaupte, wir hätten nicht auch schon das Spiel in Bommern im Hinterkopf“, sagt Ralf Anischewski.

Nur: Das Spitzenspiel in Bommern bringt den FC Schalke 04 nur dann näher an das Saisonziel, wenn auch das Spiel gegen Hamm gewonnen wird. „Meine Spieler wissen, worauf es jetzt ankommt“, sagt Anischewski. Auch eine Lehre aus dem Hinspiel gegen Hamm.

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