SC Harmlos

Fußball SC Hassel (blaues Trikot) - TuS Eving Lindenhorst Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool 28.11.2010
Fußball SC Hassel (blaues Trikot) - TuS Eving Lindenhorst Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool 28.11.2010
Foto: WAZ FotoPool

Hassel.. SC Hassel -
TuS Eving-Lindenhorst 0:1 (0:0)

Es war kalt, und es war ungemütlich im Stadion Lüttinghof. Und das Spiel, das der SC Hassel und der TuS Eving-Lindenhorst in der Fußball-Westfalenliga präsentierten, er­wärmte überhaupt nicht. Ob­wohl Christoph Schlebach sein Team gar nicht so schlecht gesehen hatte. „Wir haben über 90 Minuten eine ordentliche Leistung abgeliefert“, sagte der Hasseler Trainer nach der 0:1 (0:0)-Niederlage.

Okay: Vielleicht kann man sich der Meinung anschließen, dass es eine ordentliche Leistung war. Eklatant, und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison, ist beim SC Hassel aber die mangelhafte Durchschlagskraft. Von der hat sich am Sonntag auch Lo­thar Huber ein Bild gemacht, der am kommenden Sonntag mit seiner TSG Sprockhövel Gastgeber der Hasseler sein wird. „Wir hatten nur zwei, drei halbe Möglichkeiten“, sagte auch Christoph Schlebach, „und waren nicht zwingend. Nach vorne war das nichts.“

Ärgerlich war für die Hasseler, dass sie gegen eine Mannschaft verloren, die sich längst nicht in Top-Form präsentiert hatte, die aber einen Lauf hat. Und so klang TuS-Trainer Daniel Rios fast entschuldigend, als er sagte: „Ei­gentlich wäre es gerecht gewesen, wenn beide Mannschaften jeweils einen Punkt geholt hätten.“ Dazu kam es aber nicht, weil Eving-Lindenhorsts 30-jähriger Kapitän Francis Bugri, der für Borussia Dortmund vier Bundesliga-Spiele und eine Champions-League-Partie bestritten hat, in der 69. Minute einen Klasse-Pass spielte. Christian Werner nahm den Ball auf und ließ Hassels Schlussmann Sören Stauder keine Chance. Das ärgerte Christoph Schlebach. „Obwohl wir gut mitgehalten haben“, sagte der 43-Jährige, „waren wir nicht in der Lage, keinen Fehler zu machen.“

Die ersten 45 Minuten sind schnell abgehandelt. Um dies positiv zu tun, wählen wir die Worte Daniel Rios’. „Beide Mannschaften haben in der Defensive gut gestanden“, sagte der TuS-Trainer, um seine Analyse der ersten Halbzeit treffend abzuschließen: „Nach vorne war nicht unbedingt viel zu sehen.“ Während Sören Stauder überhaupt keine Parade zu zeigen brauchte, durfte Eving-Lindenhorsts Sascha Pi­ontek in der 42. Minute we­nigstens einmal eingreifen. Das Schüsschen von Hilal Ali Khan hatte jedoch überhaupt keine Geschwindigkeit.

Nach dem Wechsel sah der Mainzer Bundesliga-Torwart Christian Wetklo, den Hassels Fußball-Abteilungsleiter Bruno Piotrowski 1988 von der DJK Arminia zum SC geholt hatte, eine etwas bessere Partie. Und wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn Hi­lal Ali Khan in der 64. Mi­nute getroffen hätte. Sein 17-Meter-Schuss verfehlte das Tor jedoch knapp. Es blieb aber da­bei, dass das Schlebach-Team den SC Harmlos und nicht den Sturm-Club Hassel interpretierte. So war es auch kein Wunder, dass Sascha Piontek in der dritten Minute der Nachspielzeit keine Mühe hatte zu parieren. Hilal Ali Khan hatte geschossen.

 
 

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