Punktgewinne auf beiden Seiten

Die Spielvereinigung Middelich-Resse (im Bild Yves Dombrowski in gelb) und YEG Hassel II schenkten sich im Abstiegsduell auf dem Ascheplatz in der Resser Mark nichts.
Die Spielvereinigung Middelich-Resse (im Bild Yves Dombrowski in gelb) und YEG Hassel II schenkten sich im Abstiegsduell auf dem Ascheplatz in der Resser Mark nichts.
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Resse..  Immer wieder steigen größere Aschewolken am Sonntagnachmittag von dem Hartplatz im Emscherbruch auf. Grund dafür ist das intensive Kellerduell zwischen der Spvgg. Middelich-Resse und YEG Hassel II, die sich auf dem Feld nichts schenken. Nach torlosen 90 Minuten teilen sich beide Mannschaften die Punkte und bleiben in der Tabelle gleichauf.

Für den Verlierer des Kellerduells zwischen Middelich-Resse und den Gästen aus Hassel wäre es auf jeden Fall noch mal eng im Kampf um den Klassenerhalt geworden. Die Marschroute daher von beiden Trainern: Verlieren verboten. Ohne die nötige defensive Ordnung zu verlieren, wagen sich beide Mannschaften in den ersten Spielminuten über die Mittellinie. In der gegnerischen Hälfte ist die zahlenmäßige Unterlegenheit jedoch so groß, dass klare Torchancen im Strafraum lange auf sich warten lassen. Das Spiel lebt von körperbetonten Zweikämpfen, die aufgrund der Asche oftmals zu kleineren Verletzungspausen führen. „Bei dem Boden sind uns die genauen Pässe sehr schwer gefallen“, sagt YEG Hassel-Trainer Ramazan Özkaya und deutet auf ein tiefes Loch im Boden. Oliver Komander lässt diese Erklärung für das mäßige Aufbauspiel seiner Mannschaft jedoch nicht zu: „Das ist unser Teppich, wir müssen damit ohne Ausreden klarkommen.“

Während der erste Durchgang, bis auf wenig Versuche aus der Distanz, kaum Torgefahr zu bieten hatte, soll die zweite Spielhälfte in beiden Strafräumen mehr Gesprächsstoff bieten. Mit mehr Tempo und Willen nach vorne zu spielen, rückt die Spielvereinigung als erste aus der Deckung und verschiebt die Abwehrreihe etwas weiter nach vorne. Es dauert jedoch bis zur 70. Minute, bis Linksverteidiger Pascal Meding im Vollsprint in den Hasseler Strafraum zieht und auf Höhe der Grundlinie zu Fall gebracht wird. Der Pfiff von Schiedsrichter Yasar Kurt folgt spät.

Anstatt sich jedoch den Gäste-Verteidiger vorzuknöpfen, rennt Kurt direkt zu Middelich-Kapitän Meding und zeigt ihm die Gelbe Karte für eine Schwalbe. „Aus meiner Sicht war das ein ganz klarer Elfmeter, auf jeden Fall aber war es keine Schwalbe“, sagt Oliver Komander. Während YEG Hassel im Gegenzug selber nach einem Strafraum-Zweikampf Elfmeter fordert, geht das Spiel ohne Unterbrechung und mit Ballbesitz für die Spielvereinigung weiter. Knapp zehn Minuten vor Spielende segelt eine der wenigen starken Flanken in den Hasseler Strafraum, wo Stürmer Marco Woditschka einen Größenvorteil gegen Außenverteidiger Mert Kara hat und mit voller wucht in den Ball springt. Der Torjubel lässt nicht lange auf sich warten, ist aber auch nicht von langer Dauer. Durch Aufstützen verschafft sich der Middelicher Stürmer den nötigen Platz für seinen nicht regulären Treffer. „Das kann man so, aber auch sicherlich anders sehen“, erklärt Komander. Ramazan Özkaya sieht nach dem Schlusspfiff die Gastgeber in einem offenen Spiel etwas vorne, ist mit dem Unentschieden deswegen auch zufrieden: „Die Gastgeber waren bissiger, aber einen Punkt nehmen wir mit.“

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