PSV Gelsenkirchen ist der Verein des Jahres

Gelsenkirchens hoffnungsvollste Talente und ihre Förderer trafen sich bei der Preisverleihung.
Gelsenkirchens hoffnungsvollste Talente und ihre Förderer trafen sich bei der Preisverleihung.
Foto: FUNKE Foto Services
Gelsenkirchens größte Talente und Förderer werden ausgezeichnet. Synthia Oguama ist Sportlerin des Jahres, Nico Tscherner setzt sich bei den Männern durch.

Gelsenkirchen..  Vor 18 Jahren war alles noch ganz anders, erinnert sich Jürgen Deimel, Präsident von Gelsensport. Jeden Monat wurden damals die Preise für die beste sportliche Leistung im Jugendbereich verliehen. „Das stellte uns nur vor das Problem, jeden Monat auch einen Anwärter auf den Preis zu ermitteln“, sagt Deimel. Orientiert an der Wahl zum Sportler des Jahres wurde dann der Jugendförderpreis in Zusammenarbeit mit der Volksbank ins Leben gerufen, der am Dienstag zum 18. Mal verliehen wurde.

„Der Jugendsport in Gelsenkirchen muss die Wertschätzung bekommen, die er verdient“, mit diesen Worten eröffnete Bürgermeisterin Martina Rudowitz die Preisverleihung und musste bei Moderatorin Ann-Kathrin Krügel vom Radio Emscher-Lippe gleich einen Nachweis über die eigenen sportlichen Aktivitäten ablegen. „Meistens beschränkt es sich auf Power-Walking“, sagt Rudowitz. „Ich muss zugeben, dass ich mein Fahrrad schon länger nicht mehr bewegt habe.“

Nico Tscherner toppt alles

Mit Power-Walking oder Fahrrad fahren kann hingegen Synthia Oguama nur wenig anfangen. In der Leichtathletik startet die 17-jährige Gelsenkirchenerin momentan so richtig durch, konnte bei den Deutschen U18-Meisterschaften einen ersten Platz mit ins Ruhrgebiet nehmen und war zuletzt sogar als Botschafterin für ihren Sport bei den Ruhr Games aktiv. „Der Jury fiel die Entscheidung zur Sportlerin des Jahres deshalb auch nicht schwer“, sagt Moderatorin Ann-Kathrin Krügel, die unter Applaus der geladenen Gäste die Nachwuchsathletin auf die Bühne holte. „Als Botschafterin meinen Sport zu vertreten, war eine ganz neue Erfahrung für mich“, schildert Oguama, die sich als größtes Ziel in ihrer Karriere eine WM-Teilnahme vorgenommen hat. Dafür trainiert Synthia Oguama fünf bis sechs Mal die Woche für jeweils zwei Stunden.

Getoppt wurde das nur noch durch Nico Tscherner, der von der Jury zum Sportler des Jahres ernannt wurde. Der Nachwuchsschwimmer, der für die SG Gelsenkirchen an den Start geht, trainiert in einer normalen Woche knapp zehn Mal und muss dafür schon vor der Schule in das Becken im Zentralbad steigen. „Ohne die Hilfe meiner Eltern und der Zusammenarbeit mit der Schule, würde das auch deutlich komplizierter werden, als es ist“, sagt Tscherner, der sich zuletzt bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin präsentieren durfte, verletzungsbedingt aber nicht zur Höchstform auflaufen konnte.

Turner setzen ein Highlight

Für ein Highlight sorgte die Turngruppe des BC Erle, die kurzerhand für alle Gäste deutlich machte, warum ihre Trainerinnen Esther Philippi, Malina König, Joyce Lackmann und Miriam Fulst den Preis in der offenen Kategorie für Personen, die sich besonders im Jugendsport engagieren, erhalten. Schnell wurden zwei Matten vor dem Publikum ausgelegt und die Choreographie aus Tanz und Turnen mit musikalischer Untermalung konnte beginnen. Es ist der Spaß an der Vereinstätigkeit, sind sich alle vier Preisträgerinnen einig, der es möglich macht, neben dem Studium oder der Arbeit noch Kinder und Jugendliche für das Turnen zu begeistern.

In diesem Jahr wird der Preis in der offenen Kategorie sogar geteilt. Jürgen Krisement, Fachschaftsleiter für Schwimmen, wurde für seine langjährige Förderung von Schwimmtalenten in Gelsenkirchen und für die Leidenschaft, die er in diese Aufgabe legt, geehrt.

Im Wasser fühlen sich auch Felix Holm, Jan Lordieck, Marc Heisel, Michael Batzel, Jan Makowka, Pascal Lukas und Robert Ortmann wohl. Als Mannschaft des Jahres zeigte die DLRG Ortsgruppe Buer AK 17/18, welche Disziplinen sie in ihren Wettkämpfen zu bewältigen haben. Die Gelsenkirchener veranschaulichten, dass sie als Rettungsschwimmer immer auf den Ernstfall vorbereitet sind. Bis jetzt mussten sie zum Glück noch nicht zu einem Ernstfall ins Wasser springen.

Als Verein des Jahres wurde der PSV Gelsenkirchen, Abteilung Badminton, für die Jugendförderung von klein auf ausgezeichnet. Neben Gruppen in der Schule bemüht sich der Verein, schon den jüngsten Badminton interessierten im richtigen Umgang mit dem Schläger zu helfen. „Ich hoffe diese Preise geben euch allen auch den Ansporn, so weiter zu machen“, sagt Ann-Kathrin Krügel beim abschließenden Gruppenfoto.

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