Neue Herausforderung für YEG Hassel

Grund zum Jubel hatten die Hasseler um Toptorjäger Ridvan Güleryüz (l.) in der zurückliegenden Spielzeit genug. Jetzt steht das Team in der Westfalenliga vor ganz neuen Herausforderungen.
Grund zum Jubel hatten die Hasseler um Toptorjäger Ridvan Güleryüz (l.) in der zurückliegenden Spielzeit genug. Jetzt steht das Team in der Westfalenliga vor ganz neuen Herausforderungen.
Foto: Thomas Schmidtke

Hassel..  YEG Hassel hat in der Saison 2014/15 wieder einmal Geschichte geschrieben. Der erst vor 22 Jahren gegründete Klub mit den türkischen Wurzeln sicherte sich in souveräner Manier mit einem Vorsprung von 15 Punkten auf den Tabellenzweiten TuS 05 Sinsen den Meistertitel in der Staffel 4 der Fußball-Landesliga und darf in der kommenden Spielzeit erstmals gemeinsam mit dem großen Lüttinghof-Nachbarn SC Hassel sowie mit dem SV Horst 08 in der Westfalenliga gegen den Ball treten.

„Wir haben eine grandiose Saison gespielt“, stellte Trainer Halit Hoyladi stolz fest. „Dazu hat jeder beigetragen. Dieser Aufstieg war ein Erfolg der gesamten Mannschaft, die über Monate hinweg sehr geschlossen aufgetreten ist.“ Trotz oder vielleicht auch wegen der hervorragenden Kollektivarbeit durften sich zwei Spieler in Reihen von YEG Hassel zusätzlich über einen persönlichen Erfolg freuen: Kadir Mutluer und Ridvan Güleryüz, die jeweils 18 Treffer erzielten und sich damit die Torjägerkrone in der Staffel 4 teilten. „Beide haben sich das verdient“, sagt Halit Hoyladi. „Aber ohne die Mannschaft hätten sie nicht so viele Tore geschossen.“

Der Aufstieg von YEG Hassel zeichnete sich nach dem achten Platz in der Spielzeit zuvor früh ab. Die Grün-Weißen stellten die einzige überkreislich spielende Mannschaft aus Gelsenkirchen, die das erste Halbjahr der Saison 2014/15 ohne Niederlage überstand. Bereits zur Winterpause hatten sie einen Vorsprung von sieben und mehr Punkten auf den Rest des Feldes.

Die türkische Mentalität neigt in solchen Situationen dazu, übermütig und euphorisch zu werden und den Blick auf das Wesentliche zu verlieren. Das war bei den Hasselern in den vergangenen Monaten ganz und gar nicht der Fall. Sie ruhten sich nicht auf ihrem Winter-Polster aus, sondern verstärkten ihren Kader quantitativ und qualitativ - und gingen weiterhin konzentriert zur Sache.

Den Nimbus der Unbesiegbarkeit konnte YEG allerdings nicht halten. Ende März mussten sich die Grün-Weißen erstmals geschlagen geben, ausgerechnet bei einer Mannschaft, die zum damaligen Zeitpunkt auf einem Abstiegsplatz rangierte: mit 2:3 bei der Hammer SpVg II. Es folgten zwei weitere sieglose Spiele: jeweils ein 0:0 gegen die SF Stuckenbusch sowie beim TuS 05 Sinsen. Wenn man so will: der einzige kleine Durchhänger in einer Saison mit vielen Glanzlichtern.

Die beiden weiteren Niederlagen, das 1:2 zu Hause gegen den SV Mesum sowie das 1:5 zum Saisonabschluss gegen den SV Burgsteinfurt, taten nicht mehr weh. Zu diesem Zeitpunkt stand YEG längst als Meister fest, bereits vier Spieltage vor Schluss.

In der Westfalenliga wird YEG nur die Lokalderbies gegen den SC Hassel haben. Die beiden Teams vom Lüttinghof wurden in die Staffel 1 eingeteilt, in der sie vorrangig mit Mannschaften aus dem Münsterland zu tun haben. Der SV Horst-Emscher 08 hingegen tritt weiterhin in der Staffel 2 der Westfalenliga an.

EURE FAVORITEN