Medaillen gehen ins DFB-Museum

Gelsenkirchen..  Der berühmteste Fallrückzieher der deutschen Fußballgeschichte kommt ins Museum. Klaus Fischer stellt dem Deutschen Fußballmuseum die Ehrungsmedaillen der ARD-Sportschau für sein Jahrhunderttor zur Verfügung. Am 16. November 1977 gelang Fischer mit einem artistischen Fallrückzieher der 4:1-Endstand im Länderspiel gegen die Schweiz. Der Treffer wurde erst zum Tor des Monats, dann zum Tor des Jahres, zum Tor des Jahrzehnts und schließlich zum Tor des Vierteljahrhunderts gewählt. Die vier Medaillen, die Fischer als Auszeichnung erhalten hatte, sind ab Sommer 2015 in der Dauerausstellung zur Geschichte des deutschen Fußballs zu sehen.

Klaus Fischer selbst gibt zu, als Spieler „kein Sammlertyp“ gewesen zu sein. „Aber die Medaillen für das Fallrückzieher-Tor habe ich sorgfältig aufbewahrt. Sehr gerne stelle ich die Erinnerungsstücke dem Fußballmuseum zur Verfügung. In meinen Augen gibt es keinen schöneren Platz als den Ort, an dem bald die deutsche Fußballgeschichte eindrucksvoll vermittelt wird.“

Im Sommer 2015 eröffnet das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund. Museumdirektor Manuel Neukirchner verspricht, dass die Medaillen den Platz im Haus des deutschen Fußballs bekommen, der dem Vizeweltmeister von 1982 gebührt. „Für mich steht Klaus Fischer in einer Reihe mit Gerd Müller und Uwe Seeler. Sein Torinstinkt, sein überragendes Kopfballspiel, seine Explosivität auf den ersten Metern und seine Akrobatik, mit der er seine Tore erzielt hat, zeichneten ihn aus. Als Typus Mittelstürmer war er einzigartig.“

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