Königsblaue Stimmung und strahlende Sieger

Am Sonntag 09.09.2012 Trabrennen: Schalke-Hilft-Renntag auf der Trabrennbahn Gelsenkirchen mit Promis. Joey Heindle Foto: Peggy Mendel / WAZ FotoPool
Am Sonntag 09.09.2012 Trabrennen: Schalke-Hilft-Renntag auf der Trabrennbahn Gelsenkirchen mit Promis. Joey Heindle Foto: Peggy Mendel / WAZ FotoPool
Foto: Peggy Mendel
Schalke hilft!-Renntag war wieder ein gelungenes Familienfest. Schalker Profis glänzten weitestgehend durch Abwesenheit.

Feldmark.  Der Himmel strahlte beim „Schalke hilft!“-Renntag in Königsblau und zog die Massen an den Nienhausen Busch. Die prächtige Kulisse gab der Veranstaltung einen würdigen Rahmen, für beste Stimmung bei Schalke-Fans und Traberfreunden sorgten darüber hinaus die Gesangs-Einlagen von Esra, Celine Denefleh, Linda Teodosiu und Joey Heindle.

Heindle machte anschließend auch im Sulky eine ausgezeichnete Figur. Zwar hatte Schauspieler Marc Philipp im „Promi Run“ mit der Stute Alena den Reigen der Gästefahren eingeläutet, doch hinter ihm kam Joey Heindle mit Laura noch ganz stark ins Bild und schob sich auf den zweiten Platz vor.

Noch besser machte es der Sänger im „Silver Run“, den er mit Laura bei seiner zweiten Fahrt dann sogar gewann. Dabei trumpfte auch Heindle mit einer Start-Ziel-Taktik auf und ließ seiner Freude bei der Zieldurchfahrt freien Lauf.

Im „Charity Run“, in dem es um 5000 Euro für eine Delfintherapie der 14-jährigen Marcella ging, machte Bernie Blanks erfolgreich Dampf. Der Musical-Darsteller, der durch seine Rolle als Dampflok „Rusty“ im Starlight Express bekannt geworden ist, steuerte den Hengst Zazou umsichtig über den Kurs und stand mit diesem schon klar vor der Linie als Gewinner fest.

Natürlich passte es beim „Schalke hilft!“-Renntag ins Bild, dass es in einem der insgesamt fünf Gästefahren auch ein königsblaues Finish gab. Im „Schalke Run“ machten Peter Peters und Moritz Beckers-Schwarz den Sieg unter sich aus. Dabei hatte von Beginn an der Schalker Geschäftsführer mit Sir Bajazzo die Nase vorne.

Zwar versuchte Moritz Beckers-Schwarz – übrigens Peters’ Stellvertreter bei den Knappen – im Finish mit Paradeur alles, um seinen Chef hinter sich zu lassen, doch Peter Peters ließ sich nach einer überaus schneidigen Fahrt die Butter nicht vom Brot nehmen. Bemerkenswert für ein Gästefahren war auch die Siegerzeit von Sir Bajazzo, der 1:17,3 vorgelegt hatte.

Mit dem Sieger freute sich auch diebisch Dirk Oberschulte-Beckmann, ansonsten Stadionsprecher in der Arena, der frohlockte: „Schön, da wird es ja morgen auf der Geschäftsstelle eine Riesen-Party geben.“

Im „Gold Run Schalke hilft!-Cup“ hatte der hoch motivierte Willi Landgraf, immer noch Fußballer in der Landesliga beim VfB Bottrop, endlich Grund zum Jubeln. War er in seinen bisherigen Einsätzen bereits je einmal Dritter und Zweiter geworden, reichte es bei der Fahrt mit Lincolns Ass nun zum heiß ersehnten ersten Volltreffer.

In einem der mit jeweils genau 1904 Euro dotierten Rennen sorgte Michael Kramer für eine riesige Überraschung. Auf seine Siegfahrt mit Pink Angel gab es satte 374:10 Euro. Für die Pink Diamond-Tochter war es beim 22. Start der erste volle Erfolg. Dagegen punktete Blythesome Love mit Schalke-Fan Thomas Welsing gleich beim Debüt.

Den Winner Circle hatte Violet Phoenix zwar schon einige Male betreten, doch ihr letzter Treffer lag schon fast zwei Jahre zurück. Jens-Holger Schwarma steuerte sie diesmal nach einem Laufen an zweiter Stelle zum ersten Sieg seit dem 23. September 2010. Über 2 600 Meter gab sich Pilgrims Way in einem Amateurfahren mit Nicole Hildebrandt keine Blöße.

Die Schalker Fußballfamilie ging abends zufrieden nach Hause, auch wenn sie sich am Autogrammstand der Schalker Profis mehr Auswahl als zwischen Atsuto Uchida und Christoph Moritz gewünscht hätten. Manch einer erinnerte sich an die Worte aus dem Vorjahr von Horst Heldt, der die Veranstaltung über den grünen Klee gelobt hatte. Wäre schön gewesen, wenn den Worten des Managers auch die Taten gefolgt wären, zumal die Veranstaltung von Profis auf der Schalke-Homepage mehrfach angepriesen wurde.

 
 

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