Jürgen Luginger trifft auf seine alte Liebe RW Oberhausen

Im Hinspiel, beim 1:1 im Stadion Niederrhein, ging es eng zu.
Im Hinspiel, beim 1:1 im Stadion Niederrhein, ging es eng zu.
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ

Gelsenkirchen..  Bottrop oder Wanne-Eickel? Hauptsache drei Punkte! Cheftrainer Jürgen Luginger ist es völlig egal, wo Schalkes U23 ihre Heimspiele austrägt. Oder wie er in seinem bayrischen Dialekt sagt: „völlig wurscht!“ Am Sonntag, wenn Rot Weiß Oberhausen kommt, geht es mal wieder in die Mondpalast Arena nach Wanne-Eickel. Anstoß ist um 15 Uhr. Für Jürgen Luginger ist das Duell auch eine Begegnung mit der eigenen Vergangenheit. Sieben Jahre stand der heute 47-Jährige als Spieler in Oberhausen unter Vertrag, vier Jahre war er Trainer und Sportlicher Leiter.

Ein besonderes Spiel? „Ich bin ja schon ein paar Jahre weg aus Oberhausen, von daher ist es schon fast wieder ein normales Spiel“, sagt er. Und Rücksicht auf seinen Ex-Klub kann der Fußballlehrer sowieso nicht nehmen. Trotz einer beeindruckenden Serie, Schalke holte aus den vergangenen fünf Spielen 13 Punkte, ist der Klassenerhalt noch lange nicht in trockenen Tüchern. Ein Sieg gegen RWO wäre daher extrem wichtig. Aktuell hat Schalke zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, die Königsblauen stehen auf dem 13. Tabellenrang.

Jürgen Luginger weiß, dass der Tabellenvierte aus Oberhausen zu den stärksten Teams der Liga gehört. Gemeinsam mit Rot Weiss Essen stellt Oberhausen sie die drittbeste Offensive der Liga. Aus den vergangenen vier Spielen holte die Mannschaft von Trainer Andreas Zimmermann allerdings nur drei Punkte und wird gegen Schalke wieder auf einen Sieg brennen.

„Vor allem defensiv müssen wir eine starke Leistung abliefern“, betont Luginger. Dabei denkt er an den treffsicheren David Jansen oder auf den Außenpositionen an Nick Brisevac oder Felix Herzenbruch. „Wir wollen wie in den zurückliegenden Wochen weiter Punkten, denn wir befinden uns in einer guten Ausgangsposition und wollen deshalb den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen“, sagt Luginger.

Verzichten muss Schalkes Cheftrainer weiterhin auf Moritz Fritz, der noch immer Leistenprobleme hat. Daniel Geißler ist zwar in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, ein Einsatz käme aber noch zu früh. Pascal Itter wird ebenfalls nicht dabei sein, Pascale Talarski muss gegen seinen Ex-Klub wegen der fünften Gelben Karte pausieren. Und dann ist da ja auch noch Roberto Di Matteo, der sich gerne erst kurzfristig festlegt, welchen Spieler aus der U23 er in den Profikader hochzieht. Das schwere Los eines U23-Trainers. Nicht nur gegen den Ex-Klub.

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