Gerald Asamoah wieder als Helfer in der Not beim FC Schalke

Manfred Hendriock
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Auch in den kommenden Wochen könnte Gerald Asamoah wohl wieder beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 einspringen, denn das endlose Verletzungspech hält bei den Königsblauen weiter an. Am Dienstag wurde er zum Training der Schalker Profis beordert und sorgte dabei für gute Laune.

Gelsenkirchen. Vielleicht ist es ganz gut so, dass Gerald Asamoah am Dienstag wieder zum Training der Schalker Profis beordert wurde: Der 35-Jährige kann zumindest für gute Laune und ein paar nette Sprüche sorgen, und Aufmunterung tut angesichts des schier endlosen Verletzungspechs bei dem Fußball-Bundesligisten gerade Not. Vor allem das Unglück von Klaas-Jan Huntelaar, der sich am Montag bei seinem Comeback auf dem Trainingsplatz gleich wieder am rechten Knie verletzte, macht alle betroffen. Auch die Mitspieler. „Das macht mich richtig traurig“, sagte Abwehrspieler Felipe Santana nach dem Training, „Klaas-Jan hat so lange gearbeitet für seine Rückkehr, und dann passiert so etwas.“ Huntelaar wird wieder für mehrere Wochen ausfallen; ob er dieses Mal sogar am Innenband operiert wird, will Schalke in den nächsten Tagen entscheiden. Dann wäre die Hinrunde für ihn so gut wie gelaufen.

Ganz Schalke hatte vor dem Spiel am Samstag in Braunschweig auf das Comeback von Huntelaar gehofft, der ja am 11. August beim 3:3 gegen den Hamburger SV Schalkes erster Saisontorschütze war – ehe er sich eine Woche später beim Spiel in Wolfsburg so schwer am Knie verletzte. Seitdem wurde der Top-Torjäger von Adam Szalai gut vertreten, aber im Sturm bleibt Schalke trotzdem mehr als dünn besetzt. Denn nach dem Verkauf von Teemu Pukki und der Ausleihe von Philipp Hofmann vor der Saison sind Huntelaar und Szalai nominell die einzigen Zentrums-Angreifer im Kader; aus der Not heraus musste ja bereits Kevin-Prince Boateng in der Spitze aushelfen, aber der ist aktuell ja auch verletzt. Schalke musste bei der Personalplanung wissen, dass hier ein Engpass entstehen kann. Aber erstens ist auf Huntelaar und Szalai normalerweise Verlass – und zweitens gibt es im Verein ja noch einen Helfer in der Not: Gerald Asamoah. Gut möglich, dass der nun wieder öfter einspringen muss.

Schalke muss in den kommenden Wochen eng zusammenrücken

Bereits beim 3:1-Sieg im Pokalspiel am 25. September in Darmstadt feierte „Asa“ aufgrund der Personalnot ein kurzes Comeback in der Profi-Mannschaft; danach kehrte der Ex-Nationalspieler wieder zurück zur Schalker U23, der er mit seiner Erfahrung helfen soll. Geplant waren solche Aushilfs-Jobs bei den Profis nicht, als Asamoah im Sommer nach drei Jahren in St. Pauli und Fürth wieder auf Schalke anheuerte, aber Manager Horst Heldt hatte ihn von Beginn an für den Fall der (Not-)Fälle bei den Profis auf dem Zettel: Er meldete ihn ja auch für die Champions League. Und dass „Asa“ auch mit 35 Jahren bei den Profis immer noch hoch angesehen ist, ist ohnehin klar. „Asa ist immer noch fit und kann uns mit Sicherheit noch helfen“, sagt Felipe Santana: „Er hat die Erfahrung und muss deswegen nicht so viel laufen.“

Angesichts des Verletzungspechs um Spieler wie Huntelaar, Boateng, Farfan, Papadopoulos oder Jones wird Schalke in den kommenden Wochen eng zusammenrücken müssen, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Immerhin eine gute Nachricht gab es am Dienstag aber doch: Sead Kolasinac, der das Training am Montag ja ebenfalls mit Kniebeschwerden abbrechen musste, war wieder dabei.