FC Schalke 04 siegt bei der BG Dorsten

Felix Hoffmann
Kevin Kern (am Ball) zeigte im Spiel bei der BG Dorsten eine bärenstarke Leistung.
Kevin Kern (am Ball) zeigte im Spiel bei der BG Dorsten eine bärenstarke Leistung.
Foto: Oliver Mengedoht

Dorsten.  Das Vertrauen in die eigene Stärke und der Wille, bis an die Leistungsgrenze zu gehen, führten den FC Schalke 04 am Samstag schadlos durch eine Berg- und Talfahrt. Die königsblauen Korbjäger erkämpften sich bei der BG Dorsten den fünften Saisonsieg und festigten mit dem 98:85-Erfolg ihren Platz in der Spitzengruppe der 1. Regionalliga.

In der Dorstener Juliushalle waren noch keine drei Minuten gespielt, als sich Raphael Wilder erstmals ungläubig an den Kopf packte. Damit hatte Schalkes Trainer nicht gerechnet. Die Dorstener lagen mit 10:2 vorne, bestimmten das Tempo und den Spielrhythmus. Zwei Minuten später führte die BG dann sogar mit 18:8. Wilder unterbrach das Spiel, um seinem Team in einer Auszeit die Leviten zu lesen. „Wir haben dumme und einfache Punkte zugelassen. Darüber hinaus haben wir gegen starke Dorstener zu viele individuelle Fehler gemacht“, erklärte Schalkes Trainer später.

Schalke bremst Dorstener Lauf

Schalke befreite sich nach dem ersten Viertel (21:28) in eindrucksvoller Weise aus der Dorstener Umklammerung und begeisterte damit die mitgereisten Fans unter den 300 Zuschauern. Auch Raphael Wilder war beeindruckt: „Es ist enorm schwer, einen Gegner zu bremsen, der sich in einen Lauf gespielt hat. Aber genau das ist uns heute gelungen. Das nötigt mir großen Respekt ab.“ Wilder verzichtete bis zur Halbzeit auf Patrick Carney, Jan Letailleur und Michael Agyapong. Dafür brachte er unter anderem Thomas Szewczyk, der unter der Regie eines wie entfesselt spielenden Kevin Kern eine sehr gute Leistung zeigte. Szewcyk gelangen im zweiten Viertel sechs Punkte, Kern sogar 13 und Trevin Parks zehn. Schalke brannte ein Offensiv-Feuerwerk ab, ohne dabei seine Defensive zu vernachlässigen. „Ein Traum“, kommentierte Wilder den Spielabschnitt, den Schalke mit 36:16 gewann und der zu einer 57:41-Halbzeitführung führte.

Das Spiel war gedreht. Dorsten versuchte in den verbleibenden 20 Minuten zwar alles, um die Niederlage abzuwenden, doch Schalke ließ nicht mehr viel zu. Die BG verkürzte zwar drei Minuten vor Schluss auf 82:91, doch zwei Dreier des bis dahin unauffällig spielenden Patrick Carney beseitigten alle Zweifel an einem verdienten Schalker Sieg.

In einem mitreißenden Regionalliga-Spiel gab es für beide Seiten eigentlich nur ein großes Ärgernis. Und das waren die beiden Schiedsrichter. Beeindruckend war allein, mit welcher Konstanz Hiner Akrawe und Sascha Gilbert ihre schwache Spielleitung bis zur Schlusssirene durchzogen. Zuschauer beider Lager quittierten die Serie an zweifelhaften Entscheidungen am Ende nur noch mit Hohn und Spott.

BG Dorsten - FC Schalke 04 85:98 (41:57)
Viertel: 28:21, 13:36, 19:23, 25:18. Schalke: Kern (23 Punkte/4 Dreier), Szewczyk (8/2), Carney (8/2), Nasarre (8), Schmüd-derich, Janoschek (13), Kortmann, Letail-leur, Parks (29/2), Agyapong (9).