Ein Wahnsinns-Finale

Nacht der Revanche beim Horster Radrennen am Josef-Büscher Platz am Samstag, 02.07.2011. in Ge. Horst. Start der Profis um 19 Uhr 24.Foto: Heinrich Jung WAZFotoPool
Nacht der Revanche beim Horster Radrennen am Josef-Büscher Platz am Samstag, 02.07.2011. in Ge. Horst. Start der Profis um 19 Uhr 24.Foto: Heinrich Jung WAZFotoPool
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Horst.. Es war wieder eine interessante Radsportveranstaltung, die Michael Zurhausen und seine vielen Mitstreiter in Horst auf die Beine gestellt hatten. Und man kann sagen, dass die Nacht der Revanche auch in den kommenden Jahren eine Zukunft haben wird.

Die Zuschauer kamen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Ihnen wurden zahlreiche Programmpunkte auf der Rennstrecke geboten. Gelohnt hat sich auch die Verlagerung von Start und Ziel zum Josef-Büscher-Platz. Dort hatten die Veranstalter für ihre zahlreichen Stände genügend Platz.

Los ging es mit einigen Rennen für Kinder, ehe die Profis in die Pedale traten. Bei einem Ausscheidungsrennen um den „Großen Preis der Werbegemeinschaft Horst“ mit 20 Fahrern setzte sich am Ende der 22-jährige Björn Thurau, Sohn des ehemaligen Radprofis Dietrich Thurau, durch.

Im Anschluss versuchte sich der Horster Apotheker Heinrich Queckenberg in einem Duell gegen Sven Krauß. Nach fünf Runden auf dem 650 Meter langen Kurs blieb ihm die Erkenntnis, dass noch viel mehr Training nötig wäre, um gegen den dreimaligen Tour-de-France-Starter zu bestehen.

Dann wurde es auf der Strecke lauter, sorgten knatternde Motorräder doch für hohe Geschwindigkeiten der sechs Radsportler im Derny-Rennen. Der Schweizer Alexander Aeschbach gewann schließlich den „Großen Preis der Firma Gartenbau Solenski“.

Nach zwei Gästerennen folgte der Höhepunkt des Tages. In der 2. Nacht der Revanche um den „Großen Preis des Autohauses Kleinebrink“ gingen 32 Fahrer über hundert Runden an den Start. Für die Zuschauer wurde es ein sehr interessantes Rennen, kamen die Radsportler auf der kurzen Runde doch immer wieder schnell an ihnen vorbei.

Als nach mehr als der Hälfte des Rennens eine achtköpfige Spitzengruppe das Feld eingeholt und somit überrundet hatte, sorgte Sven Krauß für La-Ola-Wellen im Publikum. Der Öschelbronner machte sich nämlich allein auf den Weg aus dem Hauptfeld, um den Rundenvorsprung der Spitzengruppe aufzuholen. 13 Runden vor Schluss hatte er es schließlich geschafft. Mit 51 Sekunden fuhr er zwischenzeitig auch die schnellste Runde des Rennens.

Die letzten zehn Runden blieben dann der neunköpfigen Spitze ohne dem Hauptfeld vorbehalten, den Sieger unter sich auszumachen. Als es danach aussah, dass Giuseppe Atzeni, der mit Frau und Kind aus der Schweiz angereist war, den Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen, kamen wieder andere Fahrer nach vorne. „Ein Wahnsinns-Finale“, sagte ein begeisterter Michael Zurhausen.

Mit einer Geschwindigkeit von 49 km/h ging es über die letzten Runden. Im Zielsprint sicherte sich schließlich überraschend Christopher Muche, der Deutsche U23-Zeitfahrmeister, den Sieg vor Alexander Aeschbach, den Schweizer Zeitfahrmeister, und Björn Thurau. Während sich der 19-jährige Muche und die beiden anderen auf dem Siegerpodest feiern ließen, gönnte sich Giuseppe Atzeni am Straßenrand erst einmal ein kühles Pils.

 
 

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