Die Drinbleiber

Damit es auch jeder sieht: Mit großem Banner verabschiedet sich der SV Horst-Emscher von den heimischen Fans und feiert den Klassenerhalt.
Damit es auch jeder sieht: Mit großem Banner verabschiedet sich der SV Horst-Emscher von den heimischen Fans und feiert den Klassenerhalt.
Foto: FUNKE FotoServices

Horst..  Ein letztes Mal vor heimischer Kulisse. Verständlich, dass sich der SV Horst-Emscher 08 im vorletzten Saisonspiel, mit dem Klassenerhalt im Rücken, nochmals von seiner besten Seite zeigen wollte. Nach dem 5:2 Erfolg über SuS Langscheid/Enkhausen durfte der große Banner mit der Aufschrift „Drinbleiber“ dann endlich den eigenen Fans präsentiert werden.

Ohne die Abstiegsangst im Rücken, mit dem Saisonende in Blickweite drehte Horst-Emscher schon zu Spielbeginn richtig auf und sorgte schon früh für klare Verhältnisse. Keine Minute dauerte es, bis Daniel Schmitz in Schussposition freigespielt wurde und sich die Chance auf sein sechstes Saisontor nicht nehmen ließ. Bereits drei Minuten Später, mit der zweiten gefährlichen Aktion des Spiels gelang es Schmitz dann sogar, sein Tore-Konto auf sieben zu verbessern, als er abermals frei vor Gästetorhüter Stefan Winiarski einschob und auf 2:0 erhöhte.

Danach gönnte sich Horst-Emscher bei den hohen Temperaturen auf dem Schollbruch im Kollektiv eine Auszeit. Kein Ball aus der eigenen Hälfte wollte mehr den Weg zum Mitspieler finden, während auch die entscheidenden Zweikämpfe verloren gingen. So fand auch Pierre Nowitzki in der 23. Minute keine Anspielstation und wagte einen riskanten Rückpass, der genau in die Füße von Gäste-Stürmer Jan Rengshausen rollte. Der Abschluss vor dem Tor von Horst-Keeper Cedric Scheffler zum 1:2 Anschluss war dann nur noch Formsache.

Dem Spiel tat der Anschluss von Langscheid jedoch gut. Die ganze Mannschaft von Trainer Jörg Krempicki fand direkt aufmunternde Worte für den Pechvogel Nowitzki und der Horster Sturmlauf zum Ende der ersten Halbzeit nahm seinen Lauf. Langscheid witterte die Chance auf den schnellen Ausgleich, rückte mit der kompletten Abwehr weiter nach Vorne und wurde für die offensivere Spielweise direkt bestraft. Mit präzisen Bällen aus der Abwehr und dem Defensiven Mittelfeld hebelten die Gastgeber ein aufs andere Mal die Abwehrreihe der Langscheider aus und fanden mit Topstürmer Tolga Cengelcik und Gero Krempicki dankbare Abnehmer für die langen Querpässe. „Eigentlich ist das gar nicht unsere Spielweise, aber der Gegner hat es uns zum Ende der ersten Halbzeit mit diesen Bällen zu einfach gemacht“, bilanziert Trainer Jörg Krempicki.

Nach einem Doppelpass mit Naim Ajeti überlief Cengelcik die Abwehr der Gäste und zog den aufspringenden Ball aus halbrechter Position trocken in die linke Ecke zum 3:1. Damit war die Torlaune von Horst-Emscher allerdings erst geweckt. Knapp vier Minuten später wurde Gero Krempicki über die linke Seite auf die Reise geschickt und sah bis zum Strafraum keinen Gegner vor sich. Den letzten verbliebenen Gäste-Verteidiger ließ er dann kurz mit einem Richtungswechsel stehen und sorgte mit einem Schuss gegen die Laufrichtung von Winiarski für die 4:1-Vorentscheidung. Tolga Cengelcik machte dann aus Sicht von Horst-Emscher mit seinem zwölften Saisontor und 5:1 vor der Halbzeit den Deckel auf die Partie. „Die zweite Halbzeit war dann eher ein auslaufen vor heimischem Publikum“, sagt Jörg Krempicki, der mit Serkan Köse oder Merveille Kalala im zweiten Durchgang Spielern die Chance gab, die in der Saison weniger berücksichtigt wurden, oder verletzt waren. Das 2:5 zwei Minuten vor Schluss war für die Gäste dann auch nur noch Schadensbegrenzung. Das letzte Saisonspiel bestreitet die Mannschaft von Jörg Krempicki nächste Woche bei Mengede 08/20.

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